Nachtflug-Streit: DHL zügelt weg
Aktualisiert

Nachtflug-Streit: DHL zügelt weg

Der Kurierdienst DHL verlagert sein europäisches Nacht-Drehkreuz von Brüssel nach Leipzig oder ins französische Vatry. Es droht ein massiver Stellenabbau in Belgien.

Der Kurierdienst DHL, ein Tochterunternehmen der Deutschen Post, verlagert sein europäisches Nacht-Drehkreuz von Brüssel nach Leipzig oder ins französische Vatry. In der Folge werden in Brüssel 1500 Arbeitsplätze abgebaut.

Dies verlautete nach einer Sitzung des DHL-Management in der Nacht auf Donnerstag. Das Unternehmen wollte sich im Verlauf des Tags an einer Medienkonferenz im Detail zu seinen Plänen äussern.

DHL-Angestellte reagierten mit Protesten und blockierten fast zwei Stunden lang die Zufahrten zum Brüsseler Flughafen Zaventem, wie das belgische Radio meldete.

Streit um Nachtflüge

Hintergrund ist ein ungelöster Streit zwischen DHL und der belgischen Regierung über die Zahl der Nachtflüge in Brüsse. DHL beantragte eine Ausweitung der Nachtflüge.

Dies hatte die Regierung nur unter der Bedingung erlauben wollen, dass DHL leisere Flugzeuge einsetzt. Das Unternehmen lehnte dies ab. Auf dem Leipziger Flughafen locken hohe staatliche Subventionen die Ansiedlung.

In drei bis vier Jahren sollen nun in Brüssel 1500 Arbeitsplätze bei DHL und dessen Flugbetriebstochter EAT wegfallen, wie es von Gewerkschaftsseite hiess. Brüssel soll ein regionaler Umschlagplatz für DHL bleiben.

Notiz: Folgt Neufassung am Nachmittag.

(sda)

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