Aktualisiert 25.06.2009 21:09

BaselNachtnetz ist ein Renner

Nach vier Betriebsmonaten des neuen Nachtnetzes zieht der TNW eine erfreuliche Bilanz. Umstritten bleibt aber der Nachtzuschlag.

von
Lukas Hausendorf

In den ersten 38 Wochenendnächten dieses Jahres beförderte das Nachtnetz des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) rund 100 000 Passagiere. Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem früheren Nachtbetrieb. Die anfänglichen Probleme mit dem Nachtticketverkauf hätten sich rasch gelegt, sagt TNW-Chef Andreas Büttiker. «Viele kaufen die Zuschläge bereits tagsüber.» Die Idee, Tickets über das Handy zu beziehen, erwies sich aber als zu teuer und wurde deshalb abgeblasen.

Trotz grosser Beliebtheit bei den Nachtschwärmern ist das Nachtnetz noch nicht kostendeckend. Mit den Zuschlägen von drei bzw. fünf Franken wird ein Deckungsgrad von rund 60 Prozent erreicht. Trotzdem ist der Nachtzuschlag umstritten. Der Baselbieter Landrat hat sich vor einem Monat für die Abschaffung ausgesprochen. Damit der Zuschlag fällt, müssen aber alle vier Kantone im Tarifverbund damit einverstanden sein. So etwas dürfe aber nicht zu Lasten des Angebots gehen, warnt Büttiker. «Lieber ein Nachtzuschlag als ein schlechtes Nachtnetz», findet er. Andere Schweizer Grossstädte mit einem ÖV-Nachtnetz kennen den Nachtzuschlag ebenfalls.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.