Nachwuchs-Stars lassen Politgrössen alt aussehen
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Nachwuchs-Stars lassen Politgrössen alt aussehen

Sie stürmten das Bundeshaus auf Anhieb: Die Berner Jungpolitikerinnen Evi Allemann (SP) und Christa Markwalder (FDP).

Vor dem Bundeshaus fallen sie sich in die Arme: Evi Allemann (25), Nachwuchshoffnung der SP, und Christa Markwalder (28), Lichtblick der FDP. Die Gratulation zur Wahl in den Nationalrat ist ehrlich gemeint: «Wir wollen über die Parteigrenzen hinaus Ziele gemeinsam realisieren», sagt Markwalder. Allemann doppelt nach: «Dass das geht, haben wir bei der Abstimmung übers Elektrizitätsmarktgesetz bewiesen.»

Beim Sturm aufs Bundeshaus überholten die Juristinnen selbst verdiente Politiker. Die Burgdorferin Markwalder erhielt fast doppelt so viele Stimmen wie die zweitplatzierte Susanne Bommeli. Die Könizerin Allemann, nun die jüngste Nationalrätin der Schweiz, holte mehr Stimmen als Margret Kiener Nellen. «Als Neue konnte ich einen frecheren Wahlkampf führen», analysiert Allemann. «Ich habe mich in verschiedenen Bereichen engagiert und konnte so Stimmen holen», bilanziert Markwalder.

Im Nationalrat möchte Markwalder bei der Aussenpolitik mitarbeiten, Allemanns Wunschdossier ist die Verkehrspolitik. Nach dem aufreibenden Wahlkampf wünschen sich die zwei Politikerinnen aber vorab eines: endlich wieder einen gemütlichen Abend mit ihren Familien zu verbringen.

Daniel Barben

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