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JapanNackt-Restaurant lässt «fette Leute» nicht rein

Ein Restaurant in Tokio sorgt mit drakonischen Einlass-Regeln für Aufsehen – noch bevor es überhaupt eröffnet ist.

von
woz
«Wenn fette Leute eingelassen würden, wäre das mies für die anderen Gäste»: Eine Frau betrachtet das Gemälde «Benefits Supervisor Sleeping» von Lucian Freud. (Archivbild)

«Wenn fette Leute eingelassen würden, wäre das mies für die anderen Gäste»: Eine Frau betrachtet das Gemälde «Benefits Supervisor Sleeping» von Lucian Freud. (Archivbild)

Keystone

In Tokio eröffnet im kommenden Monat das erste Nackt-Restaurant Japans. Nicht alle Gäste sind jedoch erwünscht: «Wenn Sie mehr als 15 Kilogramm über dem Durchschnittsgewicht für Ihre Grösse liegen, bitten wir Sie, auf eine Reservierung zu verzichten», heisst es auf der Website des Restaurants «The Amrita». Zu pummelig erscheinende Gäste könnten vor dem Einlass gewogen werden.

Wer sich bei der Gewichtskontrolle als übergewichtig erweise, werde nicht eingelassen, hiess es weiter. Dabei werde der im Voraus zu entrichtende Eintrittspreis nicht zurückgezahlt. Eine Sprecherin des Restaurants wies den Vorwurf der Diskriminierung zurück. In einem Londoner Nackt-Restaurant würden Dicke zugelassen - «und Gäste haben sich beschwert, dass sie einen schrecklichen Abend verbracht haben», sagte Miki Komatsu. «Wenn fette Leute eingelassen würden, wäre das mies für die anderen Gäste.»

Einweg-Unterwäsche

Zutritt haben zudem nur Gäste zwischen 18 und 60 Jahren. Sie müssen ihre gesamte Kleidung ablegen und erhalten dann Einweg-Unterwäsche. Im Regelwerk des «Amrita» werden Gäste zudem dazu angehalten, andere Gäste nicht durch Berührungen oder Ansprechen zu belästigen. Tätowierte Interessenten haben keinen Zutritt.

Eintrittskarten für das neuartige Etablissement kosten bis zu 80'000 Yen (rund 660 Euro) – dafür werden die Speisenden von muskulösen Kellnern im Tanga bedient und bekommen eine Tanzshow mit männlichen Models geboten. Das Essen ist im Eintritt nicht inbegriffen – ein Menü kostet umgerechnet zwischen 115 und 230 Euro. (woz/afp)

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