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Hippie-MetropoleNacktbader müssen sich warm anziehen

Lange weisse Sandstrände, nächtliche Partys und eine lockere Atmosphäre locken jährlich 400 000 Touristen in die indische Hippiemetropole Goa. Nun wird es den örtlichen Behörden zu bunt.

Die indische Hippiemetropole Goa hält ausländische Touristen dazu an, künftig auf das Nacktbaden in der Sonne und das Tragen allzu knapper Kleidung zu verzichten. «Nacktheit am Strand und auf öffentlichen Plätzen ist streng verboten», heisst es in einer Broschüre der Tourismusbehörde des westindischen Bundesstaates. Beim Fahren auf Zweirädern solle zudem stets «der obere Teil des Körpers bekleidet sein».

Auch wenn die Bewohner Goas tolerant gegenüber dem europäischen Kleidungsstil seien, sollten Besucher die örtlichen religiösen und kulturellen Empfindsamkeiten beachten, teilte die Tourismusbehörde weiter mit.

Viele Besucher aus Russland

Vorausgegangen war unter anderem der Vorwurf eines Kommunalpolitikers, der freizügige russische Touristen beschuldigt hatte, «die Gedanken der Einheimischen zu verderben» und auf Schulkinder einen «entsetzlichen Eindruck» zu machen.

Die frühere portugiesische Kolonie ist wegen der langen, weissen Sandstrände, nächtlicher Partys und der vergleichsweise lockeren Atmosphäre ein Magnet für Touristen aus Übersee. Reisende aus Grossbritannien und Russland machen den Grossteil der jährlich rund 400 000 Goa-Besucher aus dem Ausland aus.

(sda)

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