Nacktbild zum Staatsbesuch: «Dermassen unangebracht»

Aktualisiert

Nacktbild zum Staatsbesuch: «Dermassen unangebracht»

Unmittelbar vor dem Staatsbesuch des französischen Präsidenten beschäftigt die britische Boulevardpresse vor allem eine Frage: Ob auch die Queen das neuste Nacktbild von Madame Sarkozy im Web gesehen hat?

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy reist heute zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Grossbritannien. Ein Empfang Sarkozys und seiner neuen Frau Carla durch Königin Elisabeth II. steht ebenso auf dem Programm wie Gespräche mit Premierminister Gordon Brown über Afghanistan und die Finanzmarktkrise.

Für Sarkozy ist die Visite Gelegenheit, zwei wichtigen Zielen näherzukommen: Zum einen will er sein angeschlagenes Image als seriöser Staatsmann aufbessern. Zum anderen sucht er eine neue Partnerschaft mit Premierminister Gordon Brown als Ergänzung zur deutsch-französischen Achse.

«Vor Wut Blut spucken»

Derweil versucht Madame Sarkozy, das italienische Ex-Model Carla Bruni, ihre Wut über eine andere britische Institution zu zügeln: Das Auktionshaus Christie's versteigert am 10. April ein Foto des Schweizer Star-Fotografen Michel Comte. Auf dem 1993 aufgenommenen Portrait zu sehen: Carla Bruni wie Gott sie schuf. Der Versteigerungswert wird auf über 4000 Franken geschätzt.

Es erstaunt weiter nicht, dass sich im Portfolio eines ehemaligen Supermodels einige Aktfotos befinden – und auch nicht, dass diese weiterhin veröffentlicht werden. Doch soll die neue Madame Sarkozy mehr als erzürnt sein über das Timing vom Auktionshaus Christie's – just vor dem Treffen mit der britischen Monarchin. Laut der Tageszeitung «The Sun» soll sie «vor Wut Blut spucken».

«Ein geschmackvolles Portrait»

Laut einem Stabsmitarbeiter des französischen Präsidentenpaars sei Bruni «sehr erzürnt, ja sogar tief bestürzt darüber, dass [Christie's] beschlossen hat, das Bild zum jetzigen Zeitpunkt zu veröffentlichen. […] Es ist dermassen unangebracht. Ihre Priorität ist es, sich als eine First Lady zu etablieren, auf die Frankreich stolz sein kann.»

Das Auktionshaus Christie's verteidigt die Veröffentlichung des Bildes. Das Foto sei «gänzlich anständig» - zudem sei es nicht ihre Aufgabe, Kunst zu zensurieren. Christie's-Sprecherin Milena Sales sagte gegenüber der «Sun», das Bild sei «ein geschmackvolles Portrait von einem bekannten Künstler».

obi

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