Neuer Hype: Nackte Schweizer singen «Morge mitenand!»
Aktualisiert

Neuer HypeNackte Schweizer singen «Morge mitenand!»

Absurder Trend unter Jungen: Sie singen nackt «Morge mitenand», schwingen ihre Penisse oder Brüste im Takt und nehmen dies auf Video auf. Tausende haben diese Filme schon gesehen.

von
Vroni Fehlmann

Geschmackssache: Mit diesem Video hat offenbar alles seinen Ursprung genommen.

Angefangen hat offenbar alles über Whatsapp. Auf einmal kursierte in der Community ein Video, das einen nackten Jugendlichen zeigt, der fröhlich und mit breitem Ostschweizer Slang «Morge mitenand» singt und sein Gemächt im Takt schwingt. Es dauerte nicht lange und der Urheber fand erste Nachahmer. Auch Frauen schrecken nicht davor zurück, sich nackt vor die Kamera zu stellen und ihre Brüste hüpfen zu lassen. 20 Minuten hat ein halbes Dutzend dieser speziellen Darbietungen gesehen. Fakt ist: Der Mini-Song hat das Potenzial zum Ohrwurm.

«Das kann schlimm werden»

Warum die jungen Leute sich ausziehen und ein Video davon veröffentlichen, mag nicht jedem auf Anhieb einleuchten. IT- und Socialmedia-Experte Marc Steffen kennt den möglichen Grund: «Sie wollen auffallen, anders sein und möglicherweise cool wirken. Die klassischen 15 Minuten Fame unter Freunden eben.» Die Idee für solche Aktionen werde meistens unter Alkoholeinfluss ausgeheckt. Denn dann wirkten diese Einfälle noch lustig. Wenn man dann auch noch vor den Freunden mit der Aktion angebe, müsse man das dann auch durchziehen. «Der Spott der Kollegen ist ein mächtiges Instrument», so Steffen.

Wer solche Videos über sich verbreitet, muss sich auf jeden Fall der möglichen Konsequenzen bewusst sein. «Solche Dinge machen massiv schnell die Runde und sind für immer und ewig unterwegs», sagt Steffen. Für die Darsteller sei es eine Art Mutprobe 2.0. Unter Umständen könne es aber passieren, dass die Jugendlichen den Job verlieren oder unangenehmen Fragen ausgesetzt sind. Auch Mobbing finde in solchen Dingen seinen Ursprung. «Je nach Sensibilität der Person kann das schlimm werden», so Steffen.

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