Aktualisiert 07.05.2010 14:45

Auf Facebook gestellt

Nacktfotos von iPhones gestohlen

Dank der App Quip liessen sich günstig MMS verschicken. Der Anbieter Addy Mobile schützte diese allerdings nur unzureichend vor fremdem Zugriff.

von
hst
iPhone: App Quip soll geknackt worden sein. Bild: Fotomontage

iPhone: App Quip soll geknackt worden sein. Bild: Fotomontage

Wie das deutsche Magazin ComputerBild in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe 11/10 berichtet, sollen Cyberkriminelle Nutzer der kostenpflichtigen MMS-App Quip ausspioniert und rund 1200 Bilder - darunter auch Nacktfotos - ins Netz gestellt haben.

Quip kostete 99 Cent und wurde von Apple mittlerweile aus dem App Store entfernt. Der Trick des Tools, welches vom Anbieter Addy Mobile aus den USA vertrieben wurde: Über den Dienst gesendete Fotonachrichten wurden nicht über das Handynetz, sondern webbasiert an die Empfänger geschickt. Diese erhielten eine Kurznachricht mit einem Link, über den sie die MMS herunterladen konnten. Allerdings sollen die Sicherheitsmechanismen von Addy Mobile von Hackern umgangen worden sein. Sie sollen auf Server eingedrungen sein und dort die Bilder kopiert haben. «Schlimmer noch: Die Hacker verknüpften die Bilder mit den Selbstdarstellungen der Betroffenen im sozialen Netzwerk Facebook. Dort präsentieren sie sich mit vollem Namen, Wohnort und anderen privaten Angaben», schreibt ComputerBild. Apple wollte sich nicht äussern.

ZDNet hatte bereits Ende März über die Attacken auf die Addy-Mobile-Server berichtet. Demnach sollen die URLs nur mit einer fünfstelligen, zufällig generierten Kombination von Zahlen und Buchstaben generiert worden sein. Zudem soll ein Teil der Bilder auch über Suchmaschinen auffindbar gewesen sein. Die Quip-Server sind immer noch offline.

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