Olly Murs: «Nacktselfies sind normal»
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Olly Murs«Nacktselfies sind normal»

Vor fünf Jahren verkaufte Olly Murs (30) noch Kühlschränke. Heute ist der Brite ein gefeierter Star. Mit 20 Minuten spricht er über Vor- und Nachteile des Ruhms.

von
Marlies Seifert

Dein neues Album heisst «Never been better». Dir geht es also so gut wie nie?

Mir geht es fantastisch! Vor fünf Jahren habe ich noch in einem Callcenter gearbeitet und Kühlschränke verkauft. Wenn man busy ist, kommt man nicht dazu, das alles Revue passieren zu lassen. In den letzten Monaten hatte ich aber viel Zeit zu reflektieren. Und ich muss sagen: Ich bin echt stolz auf das, was ich erreicht habe.

Berühmt zu sein hat aber nicht nur Vorteile. Man wird zum Beispiel von Paparazzi verfolgt.

Das ändert den Alltag schon ungemein. Schliesslich muss man jederzeit damit rechnen, irgendwo abgelichtet zu werden. Das ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre, aber es gehört zu meinem Job dazu.

Wie denkst du über die geleakten Nackt-Selfies?

Nun, ich bin ein normaler Typ. Und es ist total normal, solche Bilder zu machen. Wenn ich mit Kollegen und mir einer im Spass die Hosen runterzieht und ein Foto macht, dann ist das ein privater Moment. Und der sollte nicht von Aussenstehenden asgenutzt werden. Wenn ich mir aber Gedanken darüber machen würde, dass so etwas an die Öffentlichkeit gelangt, dann dürfte ich das Haus nicht mehr verlassen. Und so will ich mein Leben nicht leben.

Deine Freundin Francesca ist im Immobiliengeschäft und nicht berühmt. Ein Vorteil?

Für mich ist es wichtig, eine normale Beziehung zu haben. Schaut euch doch die Celebrity-Paare nur an: Die trennen sich ja ständig! Francesca ist ein normales Mädchen und wir haben eine tolle Beziehung. Hätte sie den gleichen Job wie ich, würden wir uns wohl nie sehen.

Könntest du dir vorstellen, wieder einem normalen Job nachzugehen?

Das habe ich nie ausgeschlossen. Ich bin ein Arbeitstier. Wenn ich in zehn, fünfzehn Jahren wieder normal arbeiten muss, dann ist es halt so. Ich habe keine Angst davor, denn ich hatte schon normale Jobs. Umso mehr weiss ich aber meine jetzige Karriere zu schätzen.

Du bist dieses Jahr 30 geworden. Ein wichtiger Meilenstein?

Nein, eher ein guter Vorwand, um zwei Wochen nicht zu arbeiten, sich zu betrinken und Spass zu haben (lacht). Die 40 wird mich bestimmt härter treffen. Irgendwann möchte ich auf jeden Fall heiraten und Vater werden. In den nächsten Jahren bin ich aber noch nicht bereit dafür.

«Never been better» ist jetzt im Handel erhältlich.

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