Finale in Rom: Nadal schlägt Djokovic und ärgert Federer
Aktualisiert

Finale in RomNadal schlägt Djokovic und ärgert Federer

Der Sandkönig setzt kurz vor den French Open ein Ausrufezeichen: Rafael Nadal bezwingt Novak Djokovic im Finale von Rom 7:5, 6:3. Damit holt sich der Spanier die Weltnummer 2 von Roger Federer zurück.

von
als

Rafael Nadal gewinnt zum sechsten Mal das Masters-1000-Turnier in Rom. Mit einem 7:5, 6:3 gegen Novak Djokovic revanchiert sich der Spanier für die Finalniederlage im Vorjahr. Somit reist Nadal als Nummer zwei an die French Open, die nächste Woche beginnen. Für Roger Federer ist dies ärgerlich, denn es verschlechtert seine Chancen auf einen Turniersieg in Paris.

Erstmals seit 1995 hatte in Rom der Final der Männer erst am Montag stattfinden können, nachdem der Regen und der aufgeweichte Platz am Sonntagabend kein reguläres Spiel zugelassen hatten. Zwar war der 10'500 Zuschauern Platz bietende Centre Court gestern zur Mittagszeit nicht voll besetzt, diejenigen Zuschauer, die ins Foro Italico gekommen waren, dürften ihren Besuch aber nicht bereut haben. Nadal und Djokovic, die beide Verständnis für die Verschiebung hatten, lieferten sich bei Sonnenschein und fast blauem Himmel einen knapp zweieinhalb Stunden dauernden Abnützungskampf und boten phasenweise Tennis auf höchstem Niveau.

Im 32. Duell der beiden fiel die Vorentscheidung beim 5:5 im ersten Satz, als Djokovic bei eigenem Aufschlag bei Einstand eine Vorhand ins Netz setzte und Nadal anschliessend mit einem spektakulären Volley zu seinem zweiten Break kam. Frustriert zertrümmerte Djokovic sein Racket. Und der Ärger des Serben wurde nicht kleiner, verlor er doch auch die folgenden drei Games, womit sich die Weltnummer 1 zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich wieder in Rücklage brachte. «Ich habe zu viele Fehler gemacht, die man sich gegen Nadal nicht erlauben darf», sagte Djokovic. Am Ende der Partie standen für die Weltnummer 1 fast doppelt so viele unerzwungene Fehler zu Buche wie für Nadal (21:41).

Nadal nich vollends zufrieden

In seinem 70. Endspiel auf der ATP-Tour hatte Nadal von Beginn an die Initiative ergriffen und von der Grundlinie Djokovic in die Enge getrieben. Erst ab Mitte des ersten Satzes kam Djokovic besser ins Spiel rein und brachte den Spanier vor allem mit seinen Returns immer wieder in Bedrängnis. «Mein Aufschlag funktionierte heute nicht wunschgemäss», so Nadal. Insgesamt sechs Breakchancen boten sich Djokovic im zweiten Satz, von denen er aber keine verwerten konnte. Nach 2:20 Stunden beendete ein Doppelfehler des Serben, der im Halbfinal Roger Federer ausgeschaltet hatte, die Partie.

Nach seinem sechsten Triumph in Rom reist Nadal nun als grosser Favorit an das am Sonntag beginnende French Open in Paris. Für den Titelverteidiger von Roland Garros war der Triumph in der «Ewigen Stadt» nach Monte Carlo und Barcelona bereits der dritte Turniersieg ohne Satzverlust auf Sand in diesem Frühjahr. Zudem besiegte er nach dem Final in Monte Carlo (6:4, 6:1) Djokovic zum zweiten Mal in Folge, nachdem er gegen ihn zuvor sieben Endspiele in Serie verloren hatte.

(als/si)

Deine Meinung