Aktualisiert 14.03.2013 16:58

Indian WellsNadal stapelt schon wieder tief

Erstmals seit einem Jahr kommt es zum Duell Roger Federer gegen Rafael Nadal. Im Gegensatz zu den Fans scheinen sich die beiden aber nicht sonderlich auf ihr 29. Aufeinandertreffen zu freuen.

von
pre

Seit der Auslosung warteten alle auf dieses Duell: Roger Federer gegen Rafael Nadal. In der Nacht auf Freitag (3 Uhr MEZ) stehen sich die beiden erfolgreichsten Spieler der letzten Jahre im Viertelfinal von Indian Wells zum 29. Mal gegenüber.

Fast wäre allerdings nicht aus dem Traumduell geworden. Nadal kämpfte den formstarken Letten Ernests Gulbis nach erst 2:33 Stunden mit 4:6, 6:4, 7:5 nieder. Federer lag im Schweizer Duell gegen Stanislas Wawrinka im entscheidenden, dritten Satz bereits mit Break zurück, ehe er die Partie nach 2:20 Stunden mit 6:3, 6:7, 7:5 doch noch gewann.

Das 29. Duell ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Superstars seit 362 Tagen. 2012 gewann Federer den Halbfinal in Indian Wells mit 6:3, 6:4. Im Head-to-Head liegt Nadal aber noch immer mit 18:10 in Führung. Der Mallorquiner hat wegen einer hartnäckigen Knieverletzung 346 Tagen pausieren müssen und sein Comeback auf der ATP-Tour erst Ende Februar gefeiert. Seither hat er drei kleinere Turniere bestritten und dabei zwei Titel geholt und einmal im Final verloren.

Nadal: «Partie kommt zu früh»

Trotzdem versucht die aktuelle Weltnummer 5 vor der Partie gegen Federer die Erwartungen zu dämpfen. «Das Spiel gegen Roger kommt sehr früh für mich. Zu früh, wenn ich ehrlich bin», versucht Nadal zu verklickern. «Ich glaube nicht, dass ich schon auf seinem Level spielen kann. Aber ich werde es versuchen, so wie ich es immer getan habe.»

Der 11-fache Grand-Slam-Sieger, vor wichtigen Duellen des öfteren den Meister der Untertreibung gibt, verweist auf seine lange Pause: «Vor zwei Wochen wusste ich noch nicht einmal, ob ich in der Lage sein würde, hier zu spielen. Den Viertelfinal erreicht zu haben, ist bereits ein grosser Erfolg.»

Mit seinem Auftritt gegen Gulbis war der Spanier aber nicht sonderlich zufrieden. Seine Verletzung würde ihn noch immer beeinträchtigen. «Das Knie war solala. Ich konnte mich nicht so bewegen, wie ich das gerne getan hätte. Deshalb konnte ich auch meine Taktik nicht wunschgemäss durchziehen», so der zweifache Turniersieger dieses Jahres.

Federer: «Unglückliche Auslosung»

«Gegen Rafa zu spielen, ist ein Klassiker», sagt Federer zum Duell mit Nadal. «Wir haben schon so oft gegeneinander gespielt. Wir kennen uns wirklich gut - auf und neben dem Platz. Wir wissen beide, was uns erwartet.» Dass er es schon im Viertelfinal mit einem ewigen Rivalen zu tun bekommt, freut ihn aber nicht besonders: «In der Vergangenheit war das meist der Final. Das ist natürlich eine etwas unglückliche Auslosung.»

Wie Nadal war auch Federer mit seiner Achtelfinal-Partie nicht vollends zufrieden. «Ich hätte Stan eigentlich in zwei Sätzen schlagen müssen. Zum Schluss brauchte ich auch etwas Glück.» Wenig Neues verriet Federer über seinen Gesundheitszustand. Seit seinem Drittrunden-Spiel gegen Ivan Dodig zwickt der Rücken. «Rafa und ich sind beide ein bisschen angeschlagen», war das einzige, was er sich nach der Partie gegen Wawrinka entlocken liess.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.