Trotz Leistungsdruck: Nadal will keine Hilfe von Sportpsychologen
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Trotz LeistungsdruckNadal will keine Hilfe von Sportpsychologen

Mit erst 25 Jahren wirkte Rafael Nadal im letzten Jahr oft müde und unzufrieden. Der Spanier räumt nun einen «mentalen Verschleiss ein», will aber ohne fremde Hilfe wieder auf die Beine kommen.

von
mon
Rafael Nadal konnte 2011 seinen hohen Ansprüchen nicht gerecht werden.

Rafael Nadal konnte 2011 seinen hohen Ansprüchen nicht gerecht werden.

Mit dem Gewinn des Davis-Cup-Titels schloss Rafael Nadal das Tennis-Jahr zwar versöhnlich ab. Doch das dürfte die Bilanz des Spaniers mit nur einem Grand-Slam-Triumph (French Open) und dem Verlust der Weltranglisten-Spitze nicht schönen. Zu hoch sind die Erwartungen Nadals an sich selbst. Der 25-Jährige wirkte in der vergangenen Saison oft müde, mürrisch und unzufrieden. Hat er die Lust am Tennis verloren? Die Weltnummer 2 räumt nun gegenüber verschiedenen Medien einen «mentalen Verschleiss» ein. «Ich habe gut trainiert, aber in den Turnieren hat mir etwas mehr Leidenschaft für das Spiel, Kraft in meinen Schlägen und in meinen Beinen sowie mentale Stärke gefehlt.»

Während andere Spitzensportler in solchen Situationen auf die Hilfe eines Psychologen zurückgreifen, will Nadal davon allerdings nichts wissen. «Das habe ich noch nie gemacht und werde es auch nicht tun.» Der 25-Jährige will sich selbst wieder aus dem mentalen Tief ziehen. «Ich muss mental stark sein. Das ist eine meiner Stärken gewesen. Und ich muss daran arbeiten, dass es wieder so wird», sagt er.

Persönlicher Fortschritt im Vordergrund

Auf 2012 ausblickend, geht es Nadal nicht in erster Linie ums Duell mit Novak Djokovic, sondern darum, persönlich weiterzukommen. «Das Wichtigste ist, wieder mit der nötigen Leidenschaft und Intensität zu spielen», sagt der Mallorquiner. «Ich möchte wieder einen Schritt vorankommen, auch wenn ich dafür leiden muss.»

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