Untergewicht bei Babys: Nächste Nebenwirkung von Fracking identifiziert

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Untergewicht bei BabysNächste Nebenwirkung von Fracking identifiziert

Fracking ist umstritten. Nun zeigt sich, dass die Fördermethode gesundheitliche Folgen für Ungeborene haben kann. Sie kommen oft untergewichtig zur Welt.

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Fracking bedeutet für die Gesundheit nichts Gutes. Das zeigen mehrere Studien.

Fracking bedeutet für die Gesundheit nichts Gutes. Das zeigen mehrere Studien.

AP/Charles rex Arbogast
Laut der jüngsten, die Ende 2017 von Forschern der Princeton University veröffentlicht wurde, kommen in der Nähe von Fracking-Anlagen Babys häufiger mit einem geringen Geburtsgewicht auf die Welt.

Laut der jüngsten, die Ende 2017 von Forschern der Princeton University veröffentlicht wurde, kommen in der Nähe von Fracking-Anlagen Babys häufiger mit einem geringen Geburtsgewicht auf die Welt.

Keystone/AP/A2955/_wolfgang Kumm
Konkret: Babys, deren Mütter im Umkreis von einem Kilometer einer aktiven Anlage wohnen, haben ein um 25 Prozent höheres Risiko, mit weniger als 2500 Gramm ins Leben zu starten, als Kinder, deren Eltern in drei Kilometern Entfernung leben.

Konkret: Babys, deren Mütter im Umkreis von einem Kilometer einer aktiven Anlage wohnen, haben ein um 25 Prozent höheres Risiko, mit weniger als 2500 Gramm ins Leben zu starten, als Kinder, deren Eltern in drei Kilometern Entfernung leben.

Flickr.com/U.S. Fotografie/CC BY-ND 2.0

Fracking ist gefährlich. Daran gibt es je länger, je weniger Zweifel: So sorgt das Hydraulic Fracturing etwa für eine Zunahme von Erdbeben. Und auch in puncto Gesundheit häufen sich die Meldungen von unerwünschten Nebenwirkungen (siehe Bildstrecke), wobei sich diese bisher kaum auf ungeborenes Leben bezogen.

Doch auch dafür kann die Gas-Fördermethode riskant sein. Das berichten Forscher um Janet Currie von der Princeton University im Fachjournal «Science Advances». Demnach kommen Babys in der Nähe von Fracking-Anlagen häufiger mit einem geringen Geburtsgewicht auf die Welt.

Das kann Folgen haben. Denn wer klein und leicht auf die Welt kommt, erleidet öfter den plötzlichen Kindstod und wird auch in späteren Jahren häufiger krank als jene Kinder, die mit einem normalen Gewicht geboren werden.

Drei Kilometer machen riesigen Unterschied

Für die Studie verglichen Currie und ihre Kollegen die Daten von mehr als 1,1 Millionen Babys aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania, die zwischen 2004 und 2013 zu Welt gekommen sind. Ihr spezielles Augenmerk lenkten sie dabei auf das Geburtsgewicht und darauf, wie weit die Mütter von einer aktiven Fracking-Station entfernt leben:

Dabei zeigte sich, dass Kinder, deren Mütter im Umkreis von einem Kilometer einer aktiven Anlage wohnen, ein um 25 Prozent höheres Risiko haben, mit weniger als 2500 Gramm ins Leben zu starten, als Kinder, deren Eltern in drei Kilometern Entfernung leben.

Was für diesen Effekt verantwortlich ist, ist laut den Forschern noch völlig unklar: Diverse Fracking-Chemikalien in der Luft oder in kontaminiertem Wasser könnten die Babys ebenso beeinträchtigen wie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch die Industrie selbst.

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