Eishockey-Nati: Nächstes Ziel: Jagr den Geburtstag vermiesen
Aktualisiert

Eishockey-NatiNächstes Ziel: Jagr den Geburtstag vermiesen

Die tschechische Eishockey-Legende Jaromir Jagr wird am Samstag 42 Jahre alt. Die Nati will dafür sorgen, dass es für ihn nichts zu Feiern gibt.

von
Marcel Allemann
Sotschi

Seit 26 Jahren reisst Jagr die Eishockey-Fans auf höchstem Level von den Sitzen. Der Stürmer aus Kladno hat alles gewonnen, was man gewinnen kann: Er holte sich 1991 mit den Pittsburgh Penguins den Stanleycup, wurde 1998 mit Tschechien Olympiasieger und zwei Mal (2005, 2010) Weltmeister. Und vor allem: Jagr ist noch kein bisschen hockeymüde. Nach drei Jahren in der KHL, ist er vorletzte Saison in die NHL zurückgekehrt. Aktuell ist der aus 1652 NHL-Partien gestählte Stürmer Teamkollege von Damien Brunner bei den New Jersey Devils.

Jagr kündigte gegenüber Brunner Tore an

Am Sonntag feiert Jagr seinen 42. Geburtstag, just an jenem Tag also, an dem er mit den Tschechen im letzten Vorrundenspiel um 18 Uhr (MEZ) auf die Schweiz trifft. «Ich werde nicht älter, ich weiss auch nicht warum», erklärte der unverwüstliche Starstürmer nach dem 4:2-Sieg vom Samstag über Lettland scherzhaft. Und sein Devils-Teamkollege Brunner glaubt auch, dass Jagr sicher noch zwei bis drei Jahre in der NHL spielen könne: «Er verfügt über so viel Routine. Es ist nach wie vor fast ein Ding der Unmöglichkeit, ihm den Puck abzunehmen.»

Am Samstag möchte Brunner der tschechischen Legende, die er als «ganz feinen Kerl» beschreibt, allerdings das Wiegenfest vermiesen. «Er hat gegenüber mir bereits angekündigt, dass er an seinem Geburtstag stets Tore schiesse. Ich würde dies dann schon sehen», erzählt Brunner. Doch der Zürcher hat etwas dagegen, dass diese Ankündigung wahr wird – er will den zweiten Platz in der Gruppe mit der Schweiz und damit die bessere Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf: «Ein Sieg gegen Tschechien ist möglich, wir müssen jetzt einfach konzentriert weiterspielen und endlich die Offensive ankurbeln.»

«Das ist nicht mehr die Schweiz wie vor zehn Jahren»

Nachdem es der Schweiz an der letzten WM gleich zwei Mal (Vorrunde und Viertelfinal) gelungen ist, die Tschechen zu besiegen, hat Jagr vor seiner anstehenden Geburtstags-Aufgabe einigen Respekt: «Das ist nicht mehr die Schweiz wie vor zehn Jahren, die von allen Mannschaften geschlagen wurde. Die Schweiz von heute verfügt über ein gutes Team, sogar ein sehr gutes Team.»

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