Aktualisiert 20.11.2013 10:26

Eisklettern

Nächtliches Farbenspiel in der Eiswand

Der Schweizer Extremsport-Fotograf Thomas Senf reiste nach Norwegen, um die Eisgiganten in der Nacht in Szene zu setzen - zurückgekommen ist er mit spektakulären Bildern.

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cit

Der Eidfjord in Norwegen ist für die grosse Anzahl seiner gefrorenen Wasserfälle bekannt. Seine bis zu 500 Meter hohen Eisgebilde üben auf Eiskletterer eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Auch der Schweizer Extremsport-Fotograf Thomas Senf konnte sich diesem Naturereignis nicht entziehen und machte sich im Januar 2013 mit einem Team aus Mammut-Eiskletterern auf in den weiten Norden. Aktiv wurden sie aber erst, als es dunkel wurde, um die Eisgiganten in ein nächtliches Farbenspektakel zu versetzen.

Mit aufwendigen Seilkonstruktionen mussten Lampen und im Eis fixiert und fast 500 Meter Kabel verlegt werden. «Wir seilten das ganze Material von oben in den Fall ab und mussten wegen der wilden Eisformationen oft improvisieren», berichtet Dani Arnold, der den aktuellen Speed-Rekord der Eiger Nordwand hält.

«Die Fackeln explodierten»

Thomas Senf beschäftigte schon länger die Frage, wie man in den grossen Eisbergen mit künstlichem Licht arbeiten könne. Eiskletterer wurden schon oft fotografiert, auch in der Nacht. Aber was sich Thomas Senf vorgestellt hatte, liess sich in der eisigen Realität der norwegischen Nächte viel schwieriger umsetzen als geplant. «Immer wieder korrigierten die Kletterer mit abenteuerlichen Seilkonstruktionen die Lampen um wenige Zentimeter, damit der Lichtkegel exakt an der richtigen Position war. Fackeln explodierten oder erloschen vorzeitig unter dem fliessenden Wasser», berichtet der Fotograf.

Quelle: Youtube/MAMMUT

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