Aktualisiert 30.03.2020 10:17

Neues Video

Naidoo verkauft Rauswurf als geplante PR-Aktion

Xavier Naidoo nimmt Stellung zum Rauswurf: Die seltsamen Clips, die kürzlich veröffentlicht wurden, seien Teil einer Promo für sein neues «patriotisches» Album, sagt der Sänger.

von
kro
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Xavier Naidoo (48) soll die wirren Clips, die in letzter Zeit veröffentlicht wurden, als Promo genutzt haben. Denn schon bald soll ein neues, laut ihm «patriotisches» Album veröffentlicht werden.

Xavier Naidoo (48) soll die wirren Clips, die in letzter Zeit veröffentlicht wurden, als Promo genutzt haben. Denn schon bald soll ein neues, laut ihm «patriotisches» Album veröffentlicht werden.

Keystone/Klaus-dietmar Gabbert
Mit den Aussagen, die Naidoo in den Videos machte, provozierte er letztlich den Rauswurf aus der Jury der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar». Von dem Sänger kursieren seit Anfang März zwei Videos im Netz. Im ersten spricht er über Migranten, im zweiten wird die Fridays-for-Future-Bewegung erklärt, die seiner Meinung nach von Antichristen heraufbeschworen wurde.

Mit den Aussagen, die Naidoo in den Videos machte, provozierte er letztlich den Rauswurf aus der Jury der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar». Von dem Sänger kursieren seit Anfang März zwei Videos im Netz. Im ersten spricht er über Migranten, im zweiten wird die Fridays-for-Future-Bewegung erklärt, die seiner Meinung nach von Antichristen heraufbeschworen wurde.

Keystone/A3216/_peter Kneffel
Dieses Bild ist nun Geschichte. Der linke Platz der «Deutschland sucht den Superstar»-Jury wird am Samstag leer sein. Das letzte Mal war die Jury 2012 nur zu dritt in den Liveshows. Damals gewann Luca Hänni (25).

Dieses Bild ist nun Geschichte. Der linke Platz der «Deutschland sucht den Superstar»-Jury wird am Samstag leer sein. Das letzte Mal war die Jury 2012 nur zu dritt in den Liveshows. Damals gewann Luca Hänni (25).

Instagram/xaviernaidoo

Wegen mehrerer wirrer Videos, in denen Xavier Naidoo (48) unter anderem fremdenfeindliche Äusserungen von sich gibt und über die Klimabewegung herzieht, warf RTL den Sänger Anfang des Monats aus der Jury von «Deutschland sucht den Superstar». Er sei nicht bereit gewesen, die Clips zu erklären.

Am Wochenende nimmt der Sänger nun in einem neuen Video Stellung zum Rauswurf, wie das Medienportal Dwdl.de berichtet. Naidoo habe sich mit dem Journalisten und Rechtspopulisten Oliver Janich (51) unterhalten. Dieser ist für Verschwörungstheorien und fremdenfeindliche Ansichten bekannt.

Die Chance wahrgenommen

Er habe das alles so geplant, wie es jetzt gekommen sei, erklärt Xavier Naidoo. Denn: Er bringt bald ein neues, «patriotisches» Album heraus, mit den Videos wollte er dafür werben.

Er habe sich als Mitglied der Jury von DSDS auch die «Reichweite von RTL zunutze gemacht». Nach dem Release seines Albums würde er möglicherweise nie wieder in so seiner Show mitmachen können, sagt Naidoo. «Deswegen habe ich die Chance wahrgenommen.»

«Ich bin ein Vollprofi»

Neben der Eigenpromo nennt Naidoo allerdings auch noch weitere Gründe, weshalb er bei DSDS eingestiegen war: «Ich sehe mich als Vollprofi und habe gerne der Einladung Folge geleistet, denn erstens interessiert es mich natürlich, wie so eine riesige TV-Show funktioniert und wieso sie so erfolgreich ist.» Ausserdem habe er Dieter Bohlen (66) schon vor ein paar Jahren kennengelernt und verstehe sich super mit ihm.

Doch gerade dieser stellte sich nach dem Rauswurf öffentlich hinter die Entscheidung von RTL und erklärte deutlich, dass es sich bei DSDS um eine Unterhaltungssendung handle, in der Hass und Hetzte keinen Platz hätten.

Zu der Entscheidung von RTL sagt Naidoo: «Ich denke, die müssen einfach nur tun, was sie tun müssen, um die Show weiterzumachen. Da kann man dann, glaube ich, mit so einer Meinung, die ich da vertrete, wahrscheinlich nicht so gut agieren. Aber das nehme ich niemandem übel. Ich muss trotzdem einfach weiterhin zu meiner Meinung stehen und meine Meinung sagen können. Und wenn ich dadurch Nachteile habe, dann ist das halt so.»

«Ich gehe nicht wählen»

Naidoo äussert sich im elfeinhalbminütigen Video auch politisch. Der Lockdown durch Corona sei «vielleicht genau das Richtige». Denn man könne sich jetzt Zeit nehmen, sich über wichtige Themen wie die Souveränität Deutschlands zu informieren.

Ausserdem gehe er nicht wählen: «Ich bin kein Freund von Parteien generell. Ich gehe nicht wählen, ich beteilige mich nicht daran, ich glaube, es ist nicht richtig, sich in diesem Unrechtssystem per Wahl auch noch an dem Unrecht zu beteiligen.»

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