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SpitzenforschungNano-Labor in Rüschlikon eingeweiht

Nanotechnologie könnte sich als neue Marke für Swissness etablieren: Grosse Reden wurden an der Eröffnung des Forschungszentrums für Nanotechnologie in Rüschlikon geschwungen.

Modell des Forschungszentrums für Nanotechnologie in Rüschlikon.

Modell des Forschungszentrums für Nanotechnologie in Rüschlikon.

Mit einem Festakt und in Anwesenheit von Bundesrat Didier Burkhalter haben der Technologiekonzern IBM und die ETH Zürich in Rüschlikon ZH ein neues Forschungszentrum für Nanotechnologie eröffnet. Nanotechnologie sei winzig, aber gleichzeitig grossartig, sagte Bundesrat Didier Burkhalter. Das Zentrum, das von der ETH und der IBM gemeinsam genutzt wird, sei ein Beispiel mit Modellcharakter für eine Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, betonte der Vorsteher des Eidg. Departementes des Inneren (EDI). Die Allianz werde Früchte tragen.

Im neuen Forschungszentrum sollten bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, sagte Ralph Eichler, Präsident der ETH Zürich. Nanotechnologie werde immer wichtiger. Sie könne als neue Marke für Swissness stehen.

Laut IBM-Forschungsleiter John Kelly ist die Schweiz ein Symbol für Innovation. Es sei nun wichtig, sich nicht auf das neue Gebäude oder die Räume zu fokussieren, sondern auf die Menschen, die darin arbeiten.

Neubau kostete 90 Millionen Franken

Im neuen Zentrum werden Mitarbeitende von der IBM wie auch der ETH Zürich tätig sein. Es soll zudem Forschern der EMPA zur Verfügung stehen und auch von interessierten KMU genutzt werden können. Neben der Entwicklung neuer nanotechnologischer Bauelemente soll in Rüschlikon auch Grundlagenforschung betrieben werden.

Insgesamt kostet der Neubau 90 Millionen Franken. Zwei Drittel davon fallen für die Gebäudekosten an, diese trägt die IBM. Die restlichen 30 Millionen Franken teilen der Technologiekonzern und die ETH Zürich, sie übernehmen je die Hälfte der Kosten. Das Gebäude erstreckt sich auf vier Ebenen über rund 6500 m2.

Neben einem 950 Quadratmeter grossen Reinraum beinhaltet es auch sechs spezielle Laborräume, die so genannten Noise-free-Labs. Darin können extrem empfindliche Messungen und Experimente durchgeführt werden, ohne dass externe Einflüsse wie Vibrationen oder Magnetfelder die Arbeiten stören. (sda)

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