Nanotechnologie soll gefördert werden

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Nanotechnologie soll gefördert werden

Die Nanotechnologie soll gefördert werden. Wichtig sei es auch, die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für diese neue Technologie zu stecken, fordert die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch).

Nanotechnologie berge Chancen und Risiken, hiess es an einer Tagung am Dienstag in Zürich. Chancen bestünden dort, wo der Einsatz von schädlichen Stoffen oder der Energieverbrauch reduziert werden könne. So würden in der Praxis bereits herkömmliche, lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel durch nanotechnologische Reinigungssysteme ersetzt, zum Beispiel in der Druckindustrie. Weitere umweltfreundliche Anwendungen zeichneten sich auch bei der Energieproduktion und -speicherung ab. Die Kapazität von Batterien, Akkus und Solarzellen soll mit dem Einsatz von Nanotechnologie bei gleichem Ressourceneinsatz grösser werden.

Es müsse aber auch mit Risiken für die Umwelt gerechnet werden. Sie träten dann auf, wenn die Nanopartikel gewollt oder ungewollt in Wasser, Boden oder Luft gelangten. So könnten nanotechnologische Partikel die Mobilität und Löslichkeit von bereits vorhandenen Schadstoffen in der Umwelt erhöhen. Laut Pusch ist deshalb das Vorsorgeprinzip besonders wichtig. Es dürften nicht zuerst Schäden entstehen, die anschliessend nur mit grossem Aufwand zu korrigieren seien. Dies sei in der Vergangenheit bei der Einführung von Schlüsseltechnologien nämlich oft passiert. Jetzt müssten deshalb die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für diese neue Technologie gesteckt werden. Die Forschung über die Umweltauswirkungen müsse intensiviert werden. Zudem sollen die Produzenten verpflichtet werden, die Umweltverträglichkeit ihrer Produkte vor ihrer Verbreitung zu prüfen. Mit einer Deklaration sollen Konsumierende über Nanopartikel in Produkten informiert werden, forderte Pusch.

Nanotechnologie erschliesst die Welt der allerkleinsten Dinge. Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. Beispielsweise der Durchmesser eines menschlichen Haares ist fünfzigtausend Mal grösser. (dapd)

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