Nur kein Papierstau: Nasa druckt sich Raketenteile
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Nur kein PapierstauNasa druckt sich Raketenteile

Die US-Raumfahrtbehörde setzt auf 3-D-Drucker. Eine damit produzierte Einspritzdüse hat einem ersten Test standgehalten. Die Technik soll helfen, die Kosten zu senken.

von
pru
Die Nasa hofft bald mehr Teile mit 3-D-Drucker herstellen zu können. Möglicherweise lässt sich die Technik auch für Satelliten, wie hier im Bild zu sehen, verwenden. (Archivbild: AP/Jae C. Hong)

Die Nasa hofft bald mehr Teile mit 3-D-Drucker herstellen zu können. Möglicherweise lässt sich die Technik auch für Satelliten, wie hier im Bild zu sehen, verwenden. (Archivbild: AP/Jae C. Hong)

Eine komplett mit einem 3-D-Drucker hergestellte Düse hat einem ersten Test der US-Raumfahrtbehörde Nasa standgehalten. Die Einspritzdüse sei das bislang grösste geprüfte Raketentriebwerksteil aus einem 3-D-Drucker, teilte die NASA am Dienstag in Washington mit.

Bei dem Test in der vergangenen Woche sei flüssiger Sauerstoff und gasförmiger Wasserstoff durch die Düse geleitet und eine sehr starke Antriebskraft erzeugt worden. Die aus zwei ausgedruckten Einzelteilen zusammengesetzte Düse besteht aus einem Pulvergemisch aus Nickel und Chrom, das ein Laser zuvor in einem 3-D-Drucker verschmolzen hatte.

Kosten senken

«Dieser erfolgreiche Test bringt uns einen grossen Schritt weiter dabei zu beweisen, dass diese innovative Technologie benutzt werden kann, um die Kosten der Flug-Ausrüstung zu reduzieren», sagte Chris Singer, technischer Direktor des Marshall Space Flight Centers der Nasa in Huntsville im US-Bundestaat Alabama.

Die 3-D-Druck-Technologie gibt es schon seit längerem. Bisher wird sie vor allem in der Industrie verwendet, etwa für Auto-Komponenten oder Flugzeug-Bauteile. Auch die Nasa benutzt die Drucker schon seit längerem.

3-D-Drucker: Schrumpfen für die Ewigkeit

Die einfachsten Modelle funktionieren wie eine vom Computer gesteuerte Heissklebepistole. Eine Heizdüse lässt das Ausgangsmaterial schmelzen und presst es in dünnen Schichten übereinander. So türmen sich die einzelnen Lagen nach und nach zu einem Objekt auf. (pru/sda)

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