Aktualisiert 12.04.2013 11:05

WeltraumNasa will Asteroiden fangen

Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film, ist aber ein echter Plan der Nasa: Bis 2019 will die US-Raumfahrtbehörde einen Asteroiden einfangen und ihn in den Mondorbit hieven.

von
dhr

So soll der Asteroid eingefangen werden.<i>(Video: Reuters)</i>

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa plant Ehrgeiziges: Sie will bis zum Jahr 2019 einen sieben bis zehn Meter grossen Himmelskörper identifizieren, ihn danach mit einem speziellen Raumschiff einfangen und zwischen Erde und Mond aussetzen. 2021 soll eine bemannte Mission zu dem Asteroiden fliegen und eine Gesteinsprobe zur Erde bringen.

Das teilte Nasa-Chef Charles Bolden am Mittwoch (Ortszeit) anlässlich der Vorstellung des aktuellen Budget-Entwurfs der Behörde mit. Der Asteroid wäre laut Nasa zu klein, um die Erde zu bedrohen. Die Astronauten sollen in einer neuartigen «Orion«-Kapsel zu dem Gesteinsbrocken fliegen, die derzeit von der Nasa entwickelt wird. Das ebenfalls geplante «Space Launch System» soll die Kapsel in den Weltraum schiessen.

«Noch nie dagewesene technische Leistung»

Die Erfahrungen aus dem Projekt könnten dabei helfen, Menschen um 2025 zu einem grösseren Asteroiden und in den 2030er zum Mars zu schicken, teilte die Nasa mit.

Asteroid «YU55» rast an Erde vorbei

«Diese Mission bedeutet eine noch nie dagewesene technische Leistung, die zu neuen wissenschaftlichen Entdeckungen und technischen Möglichkeiten führen wird und dabei helfen wird, unseren Heimatplaneten zu beschützen», sagte Bolden.

Im kommenden Jahr will die Nasa mit der Entwicklung der Technik und der Auswahl des Asteroiden beginnen. Dafür hat die Behörde bei der US-Regierung ein Anfangsbudget von rund 78 Millionen Dollar (etwa 73 Millionen Franken) beantragt. Im Spätsommer 2013 will die Nasa die technische Machbarkeit und weitere Finanzierung des Projekts beurteilen.

Animation der Nasa in voller Länge. Sie zeigt, wie der Asteroid eingefangen werden soll. (Quelle: Nasa)

Die «Orion»-Kapsel im Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida. (AP Photo/John Raoux) (dhr/sda)

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