18.04.2020 13:53

Nach einem Jahrzehnt

Nasa will Astronauten wieder zur ISS schicken

Ende Mai will die US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals nach einem Jahrzehnt Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation ISS schicken.

von
bd
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SpaceX, wird zwei NASA-Astronauten aus dem US-Bundesstaat Florida zur Internationalen Raumstation schicken - dies ist die erste Mission des Unternehmens, bei der Menschen transportiert werden.

SpaceX, wird zwei NASA-Astronauten aus dem US-Bundesstaat Florida zur Internationalen Raumstation schicken - dies ist die erste Mission des Unternehmens, bei der Menschen transportiert werden.

kim Shiflett
Hurley und Behnken werden auf einer SpaceX Falcon 9-Rakete abheben, die von derselben Startrampe des Kennedy Space Centers startet, die im Juli 2011 von Atlantis genutzt wird.

Hurley und Behnken werden auf einer SpaceX Falcon 9-Rakete abheben, die von derselben Startrampe des Kennedy Space Centers startet, die im Juli 2011 von Atlantis genutzt wird.

Alex Gallardo
Am Freitag gaben die NASA und SpaceX den 27. Mai als Startdatum bekannt, nach fast einem Jahrzehnt erstmals wieder Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation ISS schicken.

Am Freitag gaben die NASA und SpaceX den 27. Mai als Startdatum bekannt, nach fast einem Jahrzehnt erstmals wieder Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation ISS schicken.

Terry Renna

Die Nasa-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley sollen am 27. Mai an Bord eines «CrewDragon» des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX mit einer «Falcon 9»-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus starten. Dies teilte Nasa-Chef Jim Bridenstine am Freitag (Ortszeit) per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Damit würden erstmals seit 2011 wieder Astronauten von den USA aus zur ISS starten – und erstmals befördert von SpaceX. Das Unternehmen hat bislang nur Fracht zur ISS transportiert.

NASA hat ihre Arbeit in der Corona-Krise eingeschränkt

Die nun anstehende Mission sei der «letzte Flugtest» von SpaceX, hiess es von der Nasa. Wie lange die Astronauten Behnken und Hurley an Bord der ISS bleiben werden, müsse noch geklärt werden.

Wegen der Corona-Pandemie wird es allerdings beim Start Beschränkungen für die Zahl der Zuschauer auf dem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Florida geben. Die Nasa hat ihre Arbeit in der Krise eingeschränkt, der Betrieb der ISS läuft aber weiter.

Bereits 2014 hatte die Nasa angekündigt, wieder selbst in die bemannte Raumfahrt einsteigen zu wollen - damals war das Jahr 2017 als Zielsetzung angegeben worden. Neben SpaceX wurde auch Boeing damit beauftragt, Transporter für Astronauten zu entwickeln. Der von Boeing entwickelte «Starliner» schaffte es allerdings bei einem ersten Versuch im Dezember nicht zur ISS. Der unbemannte Test soll nun zunächst wiederholt werden. (bd/sda)

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