Vorfall am Zoo Zürich - Getötetes Zebra Sjarlie geht als Futter zu den Raubkatzen
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Vorfall am Zoo ZürichGetötetes Zebra Sjarlie geht als Futter zu den Raubkatzen

In einem neu eröffneten Teil des Zoo Zürich kam es zu einem tragischen Zusammenstoss zwischen einem Nashorn und einem Zebra. Das Zebra erlag in der Anlage seinen Verletzungen – vor den Augen von schockierten Besuchenden.

von
Angela Rosser
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In der Lewa Savanne leben verschiedene Tierarten zusammen auf dem gleichen Areal.

In der Lewa Savanne leben verschiedene Tierarten zusammen auf dem gleichen Areal.

Zoo Zürich, Goran Basic
Neben Straussen und Antilopen leben dort auch Zebras, Giraffen und Nashörner.

Neben Straussen und Antilopen leben dort auch Zebras, Giraffen und Nashörner.

Zoo Zürich, Goran Basic
Am 24. Dezember kam es zu einem Zwischenfall zwischen dem Breitmaulnashornbullen Kimba und dem Zebrahengst Sjarlie.

Am 24. Dezember kam es zu einem Zwischenfall zwischen dem Breitmaulnashornbullen Kimba und dem Zebrahengst Sjarlie.

Zoo Zürich/Sandro Schönbächler

Darum gehts

  • Im Zoo Zürich starb am 24. Dezember ein Zebra nach einem Zusammenstoss mit einem Nashorn.

  • In der Lewa Savanne leben verschiedene Tierarten zusammen.

  • Der Nashornbulle habe sicherlich keine Tötungsabsichten gehabt, heisst es beim Zoo Zürich.

So hatten sich die Besucher des Zoo Zürich ihren Ausflug am Freitag sicherlich nicht vorgestellt. Wie der Zoo in einer Mitteilung schreibt, kam es am 24. Dezember zu einem tragischen Zwischenfall in der Lewa Savanne, der für ein Zebra tödlich endete. Der Breitmaulnashornbulle Kimba verletzte das Zebra Sjarlie so stark am Bauch, dass dieses noch vor Ort verstarb. «Das ist ein sehr unglücklicher und unschöner Vorfall», sagt Zoodirektor Severin Dressen. Wie der über zwei Tonnen schwere Bulle das Zebra genau verletzte und was zu seinem Tod führte, wird noch untersucht.

Der Zwischenfall ereignete sich auf dem für die Zuschauenden einsehbaren Winterplatz der Savanne. «Einzelne Besucher und Besucherinnen meldeten uns den Vorfall. Kurz darauf sperrten wir den Bereich ab», schreibt der Zoo auf die Frage, ob sich zu dem Zeitpunkt Besuchende am Ort des Geschehens befanden. Auch schreibt der Zoo, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort für Fragen zur Verfügung gestanden hätten.

Keine Konsequenzen für Nashorn

In der 2020 eröffneten Lewa Savanne leben verschiedene Tierarten zusammen in der selben Anlage. Dazu zählen Giraffen, Zebras und Antilopen, aber auch Nashörner und Strausse. Es komme immer wieder zu Revierkämpfen unter den Tieren, wie auch in der Natur, betont Dressen. «Bei allen Vorkehrungen besteht immer ein gewisses Restrisiko. Ein so unglücklicher Zusammenstoss wie heute ist die Ausnahme», sagt Dressen weiter. Es sei durchaus möglich, dass der Zebrahengst Sjarlie den Nashornbulle gereizt habe, schreibt der «Tages-Anzeiger». Kimba sei sonst eher zurückhaltend, so Dressen.

Forschung oder Futterquelle

Den Nashornbullen als Schuldigen darzustellen wäre falsch, sagt der Zoodirektor. «Vermutlich wollte er das Zebra einfach zur Seite schieben und hat es dabei unglücklich erwischt», erklärt Dressen. Konsequenzen gebe es für Kimba keine. «Kimba hat gemäss seiner natürlichen Instinkte gehandelt und hatte sicher keine Tötungsabsichten», beendet er das Statement.

Und was passiert nun mit dem Kadaver des Zebras? Oder, was passiert allgemein, wenn ein Zootier verendet? Das Zebra wird, wie der Zoo Zürich antwortet, «später als Futter zu unseren Raubkatzen gehen». Bei anderen Tieren sei das je nach Tier und Vorgeschichte unterschiedlich. «Im Zoo verstorbene Tiere dienen beispielsweise der Forschung, der Edukation oder eben auch als Futterquelle für die Fleischfresser», erklärt Leiter der Kommunikation Dominik Ryser.

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