Eklat: Nasri beschimpft Journalist als «Hurensohn»
Aktualisiert

EklatNasri beschimpft Journalist als «Hurensohn»

Frankreichs Samir Nasri beendet die EM wie er sie begonnen hat. Mit einem Disput mit einem Medienvertreter. Und mit Wörtern aus der untersten Schublade.

von
heg

Wenn man an einer EM-Endrunde im Viertelfinal ausscheidet, ist man natürlich nicht glücklich. Verständlicherweise. Fussballprofis sollten sich trotz einer Niederlage aber dennoch im Griff haben. Nicht so Samir Nasri. Der französische Spielmacher, der am Dienstag 25-jährig wird, legte sich wie zu Beginn der EM mit einem Journalisten an.

Nasri schritt nach der 0:2-Pleite gegen Spanien in den Katakomben des Stadions wortlos an den wartenden Medienvertretern in der Mixed-Zone vorbei. Er wollte nach der Niederlage und seiner persönlichen Enttäuschung über die späte Einwechslung (65. Minute) nicht mit Journalisten sprechen. Ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur AFP bat dennoch um ein Statement.

«Ihr sucht sowieso nur nach Scheisse und Ärger»

Der Offensivspieler, der eigentlich nichts sagen wollte, riss das Maul dennoch auf. Er schnauzte den Journalisten mit den Worten «Ihr sucht sowieso nur nach Scheisse und Ärger» an. Dies liess sich der AFP-Reporter natürlich nicht gefallen. «Dann hau doch ab», soll dieser gemäss «tf1.fr» gekontert haben. Nasri lief schon davon und kehrte nochmals um, um den Journalisten mit Wörtern aus der untersten Schublade einzudecken. «F... dich» und «Hurensohn» huschten über seine Lippen. Und die Aufforderung, sexuelle Handlungen an seiner Mutter vorzunehmen.

Laurent Blanc verärgert

Laurent Blanc missfielen die Kraftausdrücke seines Spielers. Der französische Coach taxierte die Entgleisung «als sehr unglücklich» und bot Nasri zu einer sofortigen Aussprache auf. «Ich habe ihm gesagt, was ich von der Aktion hielt», sagte Blanc über die Geste nach dem Tor gegen England.« Aber offensichtlich hat er die Message nicht begriffen.»

Was nach dem Out passierte, bezeichnete Blanc als «sehr, sehr schlecht» für Nasris Image. «Aber wenn im Kreis des Nationalteams geschieht, ist es auch schlecht für das Ansehen des Teams.»

Bereits der zweite Eklat

Ob und was für Folgen Nasris verbale Ausrutscher haben, ist noch nicht bekannt. Der Mittelfeldspieler von Manchester City fiel aber bereits nach dem ersten Gruppenspiel gegen England negativ auf. Nach seinem Tor zum 1:1-Ausgleich hielt er jubelnd den Zeigefinger vors Maul. Er wollte damit einen Journalisten der «L'Équipe» zum Schweigen bringen.

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