«Hätte ich nie gedacht»: Natalie Rickli leidet an einem Burnout
Aktualisiert

«Hätte ich nie gedacht»Natalie Rickli leidet an einem Burnout

Job, Politik und dauernde Präsenz in den sozialen Medien: Das wurde Natalie Rickli alles zu viel. Die SVP-Nationalrätin braucht eine Auszeit.

von
Simon Hehli

Der Sitz von Natalie Rickli im Nationalrat blieb in dieser ersten Sessionswoche leer. Jetzt ist auch klar, wieso: Der SVP-Shootingstar hat ein Burnout erlitten, wie Rickli am späten Donnerstagnachmittag auf Facebook postete.

«Burnout – nie hätte ich gedacht, dass mir das passieren könnte. Aber jetzt ist es so.» Job, Politik, Facebook und Twitter - immer sei sie auf Draht gewesen. «Abschalten und ausspannen waren die Ausnahme. Jetzt verordnet mir der Arzt - meiner Gesundheit zuliebe - eine Pause.»

Rickli kündigt an, sie werde auch in Zukunft keine politischen Termine wahrnehmen – und dementsprechend auch den Rest der laufenden Session sausen lassen. «Ich werde mich ganz auf meine Erholung konzentrieren, damit ich mich in der nächsten Session wieder mit vollem Elan engagieren kann.»

Seit zwei Wochen in den sozialen Medien verstummt

Die 35-Jährige erklärt auch, wieso sie die Botschaft auf Facebook öffentlich macht: «Ich will nicht, dass über meine Abwesenheit Gerüchte kursieren. Ehrlichkeit währt am längsten.» Die mediengewandte Winterthurerin betont auch, dass sie vorerst keinen Kontakt zu den Medien will. Auf Facebook und Twitter meldete sich Rickli letztmals am 30. August zu Wort, nachdem sie vorher in beiden sozialen Medien sehr aktiv gewesen war.

Ricklis enger politischer Weggefährte Christoph Mörgeli erklärt gegenüber 20 Minuten Online, er äussere sich nicht zu den Umständen ihres Burnouts. «Ich wünsche ihr einfach alles Gute und dass sie bald wieder zu Kräften kommt.»

Natalie Rickli ist die Nationalrätin, die schweizweit bei den Wahlen im letzten Herbst die meisten Stimmen machte. Sie verdrängte selbst Parteiübervater Christoph Blocher vom ersten Listenplatz der Zürcher SVP.

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