Aktualisiert 25.06.2009 17:12

Junge Heldin«Natascha hat eine Katastrophe verhindert»

Kleines Mädchen ganz gross: Die zwölfjährige Natascha rettete ihr Brüderchen in Derendingen SO vor den Flammen. Gegenüber 20 Minuten Online schildert sie ihre Heldentat.

von
Adrian Müller

«Ich war gerade am Wäsche zusammenlegen, als ich es plötzlich im Obergeschoss knisterte», beschreibt die Schülerin Natascha Tschumi aus Derendingen SO den Moment, als sie kurz vor acht Uhr am Mittwochabend den Brand bemerkte .

Junge Heldin mit starken Nerven

Sie sei dem Geräusch nachgegangen und habe schliesslich das Feuer entdeckt. «Ich muss meinen Bruder Ben retten und die Feuerwehr alarmieren», sei ihr nur noch durch den Kopf gegangen. Gedacht, getan: Nachdem sie ihren zweijährigen, schlafenden Bruder im ersten Stock aus dem Bettchen geholt hatte, habe sie sofort die Notrufnummer gewählt. «Die Nummer weiss ich auswendig», so Natascha. Dann habe sie den kleinen Ben auf ihren Armen in das Nachbarhaus gebracht.

Trotz der brenzligen Situation behielt Natascha einen kühlen Kopf: «Ich hatte keine Angst, schliesslich wusste ich ja, dass die Feuerwehr bald kommt.» Sogar die Katze habe sie noch aus dem brennenden Haus retten können.

«Meine Tochter hat Katastrophe verhindert»

Nataschas Mutter ist sehr stolz auf die junge Heldin: «Sie hat durch ihr rasches Handeln eine Katastrophe verhindert», sagt Claudia Marchand zu 20 Minuten Online. Die Feuerwehr erreichte das Haus innert Minuten, da sie sich wegen einer Übung in der näheren Umgebung befand. Sie konnte den Brand rasch löschen und grösseren Schaden verhindern. «Wir mussten allerdings letzte Nacht im Wohnzimmer schlafen, da es in unseren Zimmern dermassen nach Rauch stinkt.» Laut Marchand ist sowohl die Schadenssumme wie die Brandursache noch unklar.

Auf Natascha wartet grosses Geschenk

Dass die Familie überhaupt noch ein Dach über dem Kopf besitzt, ist der Heldentat von Natascha zu verdanken. «Als Dank werde ich ihr nun einen Traum erfüllen, den Natascha schon lange hegt», sagt Claudia Marchand. Um was es sich dabei handelt, wollte die Mutter nicht verraten.

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