Aktualisiert 28.02.2012 23:27

Umbruch und Aufbruch

Nati auf der Suche nach Antworten

Den Umbruch in der Nati hat Ottmar Hitzfeld 2011 vollzogen. Am Mittwoch gegen Argentinien will der Nationaltrainer überprüfen, wie weit seine junge Mannschaft ist.

von
Sandro Compagno
Noch etwas unorganisiert: Im Stade de Suisse wurde gestern Nachmittag ein neues Mannschaftsfoto der Schweizer Nati geschossen.

Noch etwas unorganisiert: Im Stade de Suisse wurde gestern Nachmittag ein neues Mannschaftsfoto der Schweizer Nati geschossen.

Am Mittwoch Argentinien (20.30 Uhr, SF zwei), im Mai Deutschland: Hitzfeld macht es sich und seiner Nati nicht leicht. «Wir haben bewusst attraktive Gegner ausgesucht, um uns weiterentwickeln zu können», sagte der 63-jährige Deutsche gestern im Stade de Suisse. Er brauchte nicht zu erwähnen, dass die Fans der Schweizer Nati unins­pirierte Auftritte gegen Fussballzwerge wie Luxemburg (1:0 im November 2011) auch gar nicht mehr sehen wollen.

Am Mittwoch gegen Lionel Messi, den Weltfussballer der Jahre 2009, 2010, 2011, und Argentinien gehe es darum, als Team international zu bestehen. 23,4 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Startformation. Dass dieser Nati um Granit Xhaka (19), Xherdan Shaqiri (20), Ricardo Rodriguez (19) oder Admir Mehmedi (21) die Zukunft gehört, steht ausser Frage. Doch diese Zukunft beginnt bereits in 192 Tagen mit dem ­ersten WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien.

Davor wird Hitzfelds Spielgruppe noch einen letzten Test gegen Rumänien bestreiten. 3-mal 90 Minuten bleiben dem Nationaltrainer also, um die WM-Kampagne für 2014 vorzubereiten. Eine Weltmeisterschaft, die auch würdiger Abschluss seiner grossen Trainerkarriere sein soll.

Gegen Argentinien möchte Hitzfeld sehen, wie seine Mannschaft den «Ballbesitz gegen körperlich und technisch starke Gegner» behauptet und wie sie nach der Balleroberung von Defensive auf Offensive umschaltet: «Das Team muss sich einspielen und Automatismen schulen.»

Und wenn es nicht funktioniert, hat ein Gegner wie Argentinien auch sein Gutes: Misserfolge gegen Messi und Co. werden der Nati eher verziehen als gegen Malta oder Liechtenstein.

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