Qual der Wahl: Nati-Coach Petkovic hat ein Luxusproblem
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Qual der WahlNati-Coach Petkovic hat ein Luxusproblem

Im EM-Qualispiel gegen Slowenien hat Vladimir Petkovic mehrere Optionen in der Offensive: Sechs Spieler rangeln um 3 Plätze im 4-3-3-System.

von
E. Tedesco

Valon Behrami spricht über die Ausgangslage vor dem Spiel gegen Slowenien und einen möglichen Matchplan. (Video: 20 Minuten)

«Neun bis zehn Positionen» seiner Startelf für das Spiel gegen Slowenien am Samstag hat Vladimir Petkovic im Kopf. Denn der Nati-Coach wird im Vergleich zum letzten Pflichtspiel im Juni in Litauen (1:2) kaum Umstellungen vornehmen müssen. Eine Änderung betrifft die Innenverteidigung, wo der verletzte Johann Djourou ersetzt werden muss. Nach der ersten Trainingswoche läuft es wohl auf das Duo Schär/Klose hinaus.

Kniffliger ist die Besetzung der Offensive. Im Angriff hat der Nati-Trainer gegen Slowenien ein Luxusproblem zu moderieren. Wobei – zwei Positionen scheinen auch hier schon vergeben zu sein. Xherdan Shaqiri (46 Spiele/17 Tore) und Haris Seferovic (23/5) sind gesetzt. Sie standen in allen EM-Qualifikationsspielen unter Petkovic immer in der Startelf. Daran wird der Nati-Coach auch gegen Slowenien nicht rütteln, zumal «Shaq» in der Vorwärtsbewegung für die Nati fast unverzichtbar ist, seine schnellen Dribblings und seine Unberechenbarkeit Gold wert sind. Zudem hat der Stoke-Söldner in der Quali bisher mit vier Toren die meisten Treffer erzielt.

Aus vier mach eins

Drei Tore in der Qualifikation sind es bereits für Seferovic. Der Eintracht-Stürmer ist aber auch ein hervorragende Vorbereiter. In der Bundesliga hat er nahtlos an die guten Leistungen (10 Tore/8 Assists) der abgelaufenen Saison angeschlossen und hat nach drei Spieltagen auch wieder zwei Vorlagen und ein Tor vorzuweisen. Seferovic ist zudem ein Dauerläufer (rund 12 Kilometer pro Spiel) und kann so Freiräume schaffen, die Shaqiri benötigt, um sich zu entfalten. Der Surseer ist unbestritten in Form. Unter dieser Voraussetzung heisst es für Petkovic bis Samstag darum wohl eher: Aus vier mach eins.

Valentin Stocker stand in keinem Pflichtspiel unter Petkovic in der Startelf. Josip Drmic (20/5) fand sich viermal in der Startaufstellung, muss aber nach seinem Wechsel von Bayer Leverkusen zu Gladbach erst noch seine Form finden. In der Qualifikation hat Drmic bisher einen Treffer erzielt.

Einen Klubwechsel hat auch Admir Mehmedi (33/2) hinter sich. Und was für einen! Der ehemalige FCZ-Offensivspieler wechselte von Absteiger Freiburg zum Champions-League-Teilnehmer Leverkusen. Mehmedi scheint sich schnell bei Bayer akklimatisiert zu haben und zeigte sich zuletzt immer in Spiellaune. Tendenz: Mehmedi verdrängt gegen Slowenien Drmic vorerst auf die Bank. Mit dem 18-jährigen Embolo (3/0) hat Petkovic noch ein weiteres Offensiv-Ass im Ärmel, das er, wie zuletzt in Litauen, jederzeit erfolgreich ausspielen kann.

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