Nati: Lämmli trifft sich mit Hitzfeld
Aktualisiert

Nati: Lämmli trifft sich mit Hitzfeld

Im Tauziehen mit
Bayern um Trainer
Ottmar Hitzfeld geht der
Schweizer Verband nun
in die Offensive.

Der 58-jährige Hitzfeld hat angedeutet, dass die Tendenz da sei, in München weiterzumachen. Das hat die Verbandsherren in Muri bei Bern in Zugzwang gebracht: Noch diesen Monat wird sich der Nati-Delegierte Ernst Lämmli mit dem Wunschkandidaten für die Nachfolge von Köbi Kuhn (hört nach der EM auf) treffen. «Ich möchte mich in aller Ruhe mit ihm über seine Zukunftspläne unterhalten», bestätigte Lämmli gestern gegenüber 20 Minuten.

Der ehemalige Aarau-Präsident, den mit Hitzfeld die Liebe zum FCA verbindet, möchte vom passionierten Kartenspieler wissen, ob sich ein Vertragspoker überhaupt lohnt. «Dass Hitzfeld sagte, es kämen für ihn nur noch Bayern und die Nati in Frage, ehrt uns natürlich. Doch nun geht es darum, sein tatsächliches Interesse abzuklären», sagt der Architekt aus Holziken. Aber Lämmli ist klar, dass man mit den Münchnern, die im Winter über eine Verlängerung des Kontraktes mit ihrem Erfolgscoach verhandeln wollen, auf finanzieller Ebene nicht mithalten kann: «Wenn das der entscheidende Faktor für Ottmar ist, müssen wir uns keine Illusionen machen.»

Beim deutschen Rekordmeister kassiert Hitzfeld etwa fünf Millionen Euro jährlich. Die Schmerzgrenze für Verbandsboss Ralph Zloczower und Co. dürfte jedoch bei einem Fünftel dieser fürstlichen Summe liegen. Gehts Hitzfeld jedoch nicht ums Monetäre, hat Lämmli für das Treffen gute Argumente. Mit der Nati hätte der Ex-GC-Trainer viel weniger Druck als im Haifischbecken Bayern. Damit bliebe dem leidenschaftlichen Golfer Hitzfeld auch wesentlich mehr Zeit für sein liebstes Hobby. Ein 18-Loch- Court liegt übrigens nur knapp drei Kilometer von Hitzfelds Ferienwohnung in Engelberg entfernt.

Andy Huber

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