Testspiel: Nati soll im November gegen Südkorea spielen
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TestspielNati soll im November gegen Südkorea spielen

Die Schweiz wird am 15. November in Seoul einen WM-Test gegen Südkorea bestreiten. Im Mai plant der SFV ein WM-Camp in der Innerschweiz.

Noch sind zwar nicht alle Verträge unterschrieben, aber der fünf- bis sechstägige Trip nach Asien ist bereits fix geplant. Südkorea zählt seit 1986 ohne Unterbruch zu den WM-Stammgästen. Der letzte Höhepunkt der Nationalmannschaft liegt elf Jahre zurück. An der Endrunde im eigenen Land stiess das Team unter der Leitung von Guus Hiddink in den Halbfinal vor.

Letztmals begegneten sich die beiden Verbände mit den U23-Auswahlen im vorletzten Juli an den Olympischen Spielen. In unschöner Erinnerung blieb aber nicht die 1:2-Niederlage der Schweizer in Coventry haften, sondern die unsägliche Twitter-Attacke von Michel Morganella gegen den Olympia-Dritten im Nachgang der gehässigen Partie.

Lange Flugreisen

Ottmar Hitzfeld hat die Annahme der Einladung des südkoreanischen Verbandes befürwortet. Selbst dem zwölfstündigen Flug via Helsinki gewinnt der Pragmatiker mit Blick auf die Endrunde Positives ab und betrachtet das Camp als guten WM-Test: «Es ist eine Belastungsprobe für meine Mannschaft. Die lange Anreise, das andere Klima mit der hohen Luftfeuchtigkeit, darauf muss man sich einstellen. Das Spiel wird deswegen schwierig.»

In Brasilien stünden ihnen auch mehrere längere Trips im Flugzeug bevor, ebenso sei mit klimatischen Veränderungen zu rechnen. «Deshalb ist Südkorea für uns eine gute Erfahrung», denkt Hitzfeld. Die Hin- und Rückreise ist innerhalb von wenigen Tagen geplant. Das gehöre auch zum Sinn der Sache.

Camp in der Innerschweiz geplant

Weitere Sparringpartner sind noch nicht bekannt. Im Februar wird Hitzfeld an einem Workshop der Fifa in Südamerika weilen. Klar ist, dass die Schweiz nach seiner Rückkehr wohl zu Hause im März erneut testen wird. Eine Woche nach Abschluss der Super-League-Saison (18. Mai 2014) plant der SFV ein rund zweiwöchiges WM-Vorbereitungs-Camp im Raum Innerschweiz. Ziel sei es, in der letzten Phase vor der WM noch zwei Testmatches zu spielen. Hitzfeld wünscht keine allzu frühe Abreise nach Brasilien: «Wir werden fünf bis sieben Tage vor dem ersten Einsatz in Brasilien sein, nicht früher.»

Die Vorbereitung nach Südamerika zu verlegen, würde gemäss Hitzfeld keinen Sinn machen: «Dann haben wir schon einen Lagerkoller.» Den exakten Plan legt der Verband ohnehin erst nach der WM-Auslosung am 6. Dezember fest. Zur Feinplanung wird der Trainerstab den Sportwissenschaftler Dr. Markus Tschopp beiziehen. (si)

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