129 Tage vor der WM: Nati-Spieler sind in Ballerlaune

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129 Tage vor der WMNati-Spieler sind in Ballerlaune

129 Tage vor Kickoff zur WM in Brasilien zeigen sich Schweizer Nati-Spieler treffsicher. Nati-Coach Ottmar Hitzfeld wirds freuen.

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ete

Regelmässig ist Ottmar Hitzfeld an den Wochenenden in einem Stadion anzutreffen, um sich ein Bild über den Formstand seiner Nati-Spieler zu machen oder einen neuen Kandidaten zu beobachten. Von den Partien der übrigen Spieler bekommt er nach jedem Spieltag jeweils Videomaterial. Diese in den kommenden Tagen zu sichten, wird Hitzfeld besonders freuen. Denn seine Schweizer sind zu Beginn des WM-Jahres in Ballerlaune.

Josip Drmic hat seit der Wiederaufnahme der Bundesligasaison einen Lauf und trifft und trifft. Beim 3:1-Sieg der Nürnberger produzierte der Stürmer am Sonntag gegen Hertha Berlin seine Saisontreffer 9 und 10 – im Doppelpack. Schon wieder! Denn der ehemalige FCZ-Angreifer hat schon vor einer Woche beim 4:0-Erfolg über Hoffenheim doppelt eingenetzt. In der Nati ist dem 21-Jährigen (4 Länderspiele) bislang noch kein Treffer gelungen, aber wenn er seine glänzende Form konservieren kann, könnte sich Drmic schon am 5. März im Test gegen Kroatien den Traum vom ersten Länderspiel-Tor erfüllen.

Derdiyoks Erlösung

Eine gefühlte Ewigkeit dauerte die Ladehemmung bei Eren Derdiyok an. Genau waren es 440 Tage. Den letzten Treffer verbuchte der Ex-Bebbi am 18. November 2012 – damals noch im Trikot von Hoffenheim. Am Samstag platzte der Knoten – schon fast ein Doppelknoten – endlich: Der Leverkusen-Stürmer und einst Hitzfelds grosse Hoffnung im Schweizer Sturm nach den Rücktritten von Marco Streller und Alex Frei, erzielte gegen Stuttgart den Siegtreffer zum 2:1.

Als Verteidiger ist das Toreschiessen nicht die primäre Aufgabe von Stephan Lichtsteiner. Und doch macht er es im WM-Jahr offenbar mit einer gewissen Regelmässigkeit. Das Tor zur 1:0-Führung von Juventus Turin gegen Inter Mailand (3:1) war sein zweiter Saisontreffer und beide Mal traf er 2014. Tor Nummer 1 schoss der Rechtsverteidiger am 19. Januar beim 4:1-Sieg über Cagliari.

Auch in der Super League wird geskort

Für Hitzfeld wird aber nicht nur der Blick über die Grenzen interessant sein. Denn mit Mario Gavranovic und Michael Lang haben sich am Wochenende zudem zwei Hitzfeld-Schützlinge in die Torschützenliste eingetragen, die in der Super League ihrer Arbeit nachgehen. GC-Aussenverteidiger Lang (in der Nati Lichtsteiner-Backup) traf beim 3:1 der Hoppers in Luzern zum zwischenzeitlichen 2:0. Schlicht traumhaft war das Zauber-Tor von Gavranovic, der gleichzeitig den Sieg des FCZ gegen Sion bedeutete.

Sein letztes Länderspiel absolvierte Innocent Emeghara im März 2013 und hat seinen Platz danach verloren. Im weiteren Kreis der Kandidaten ist er dennoch. Seine zwei Treffer am Wochenende gegen Catania können als – wenn auch scheue – Zeichen gewertet werden, dass der Livorno-Offensivspieler sein Ticket nach Brasilien nicht kampflos aufgibt. Und Konkurrenz belebt immer das Geschäft. Wie gesagt: Hitzfeld wirds freuen.

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