«Anderi Liga» Podcast: «Nati-Spieler sind keine Roboter – sie sind in erster Linie auch Menschen»

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«Anderi Liga» Podcast«Nati-Spieler sind keine Roboter – sie sind in erster Linie auch Menschen»

Nati-Medienchef Adrian Arnold wechselte 2020 von SRF zum Schweizerischen Fussballverband. Im Gespräch mit den Fussballjournalisten Tobias Wedermann und Fabian Ruch lässt er hinter die Kulissen der Schweizer Nationalmannschaft blicken.

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Auf ihn hören die Nati-Stars und -Trainer: Adrian Arnold.

Auf ihn hören die Nati-Stars und -Trainer: Adrian Arnold.

Claudio De Capitani/freshfocus
Arnold ist seit 2020 Medienchef des Schweizerischen Fussballverbands und somit auch von der Nationalmannschaft.

Arnold ist seit 2020 Medienchef des Schweizerischen Fussballverbands und somit auch von der Nationalmannschaft.

Claudio De Capitani/freshfocus
In der aktuellsten Episode von «Anderi Liga», dem Fussballpodcast von 20 Minuten, spricht Arnold über seinen Job, die Negativ-Schlagzeilen während der EM oder seine gute Beziehung zum Trainer Murat Yakin.

In der aktuellsten Episode von «Anderi Liga», dem Fussballpodcast von 20 Minuten, spricht Arnold über seinen Job, die Negativ-Schlagzeilen während der EM oder seine gute Beziehung zum Trainer Murat Yakin.

freshfocus

Darum gehts

  • In der neusten Episode von «Anderi Liga», dem Fussballpodcast von 20 Minuten, ist Adrian Arnold zu Gast.

  • Arnold ist seit 2020 Medienchef des Schweizerischen Fussballverbands.

  • Der ehemalige SRF-Korrespondent spricht über Nati-Schlagzeilen, das Verhältnis zu Spielern sowie Trainern und über die WM in Katar.

Korrespondent im Bundeshaus, in Berlin oder Paris – Adrian Arnold stand während rund 20 Jahren vor der Kamera für SRF. Seit zwei Jahren ist Arnold nun der Medienchef für den Schweizerischen Fussballverband (SFV). Im 20-Minuten-Fussballpodcast «Anderi Liga» spricht Arnold über seine Beziehung zu den Spielern und Trainern, wie er die Negativ-Schlagzeilen während der EM 2021 erlebt hat und wie er sich auf die Berichterstattung rund um das brisante WM-Spiel gegen Serbien vorbereitet.

Nati will wieder näher zu den Fans

Transparenz ist einer der wichtigsten Bausteine in der Kommunikationsstrategie von Adrian Arnold. «Als ich 2020 begann, hatte ich das Gefühl, dass sich die Nati etwas von den Fans entfernt hat. Das ändern wir nun laufend, wollen wieder näher bei den Fans sein und sie an unseren Reisen oder Zusammenzügen teilhaben lassen.» Deshalb arbeite man auch mit einer Produktionsfirma bereits an einer Doku-Serie mit Aufnahmen bis zum Ende der WM in Katar. «Die Firma spricht auch schon mit möglichen Abnehmern. Netflix wäre allenfalls eine Option oder natürlich auch die SRG.»

Die Beziehung zum polarisierenden Captain Granit Xhaka

Arnold betont: «Die Nati-Spieler sind nicht nur Fussballer oder Roboter, die Leistung erbringen müssen – sie sind in erster Linie auch Menschen.» Dies gelte auch für Nati-Captain Granit Xhaka. «Er ist eine der wichtigsten Bezugspersonen für mich», sagt Arnold. Xhaka bringe sich auch aktiv mit Ideen ein, was man für die Fans und Medien machen könnte. Zudem sei der Captain auch selbstkritisch im Umgang mit den Medien, so Arnold: «Fussball ist voller Emotionen, und Granit ist nach einem Spiel auch mal sehr emotional. Das haben wir gerade in dieser Woche besprochen, wie er nach einem Spiel verhindern kann, dass er etwas Falsches sagt.» Das zeige auch, was Xhaka für ein Vollprofi sei. «Er ist Captain, 30 Jahre alt und will sich auch in der Kommunikation laufend verbessern.»

Tore und Taktiken, Transfers und Tumulte

«Anderi Liga», der Fussball-Podcast von 20 Minuten, behandelt die spannendsten Themen im nationalen und internationalen Fussball. 20-Minuten-Sportchef Tobias Wedermann und NZZ-Fussballjournalist Fabian Ruch sprechen über alles, was gerade für Schlagzeilen sorgt – und über vieles mehr. 

Vorbereitungen auf die WM in Katar

Medial steht an der Weltmeisterschaft im Winter das Spiel zwischen der Schweiz und Serbien im Fokus, nach der Doppeladler-Affäre an der WM 2018. «Wir hatten bereits ein Treffen mit dem serbischen Verband, und es gab positive Signale, dass beide Verbände den Fussball und nicht die Politik in den Fokus stellen wollen», so Arnold. Er glaube zudem auch, dass die Spieler aus den Ereignissen 2018 gelernt haben. «Das Team hat grosse Ziele, will erfolgreich sein für die Schweiz, dafür wollen auch die Spieler auf Nebenschauplätze verzichten.» 

Klar getrennt sind Fussball und Politik auch beim Thema Katar. «Wir haben die WM nicht nach Katar vergeben, aber wir haben das Thema früh im Team besprochen», erklärt Arnold. Während die Spieler sich ausschliesslich um das Geschehen auf dem Platz fokussieren wollen, kümmere sich der Verband mit einem Komitee aktiv um Verbesserung bei den Arbeitsbedingungen. «Bei der Hotelauswahl haben wir beispielsweise allen Anbietern einen Fragebogen über die Bedingungen der Arbeiter geschickt, welche wir nun auswerten und uns anschliessend entscheiden.»

Was Adrian Arnold zu den Schlagzeilen rund um die teuren Autos und gefärbten Haare während der EM sagt, wieso es mit Vladimir Petkovic auch mal zu hitzigeren Diskussionen kam, und wann er sich über Journalisten richtig ärgert, kannst du dir ab sofort im Podcast «Anderi Liga» auf allen gängigen Plattformen anhören. 

(wed)

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