Gegen Spanien auf der Bank?: Nati-Trainer Murat Yakin weicht Xhaka-Frage aus
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Gegen Spanien auf der Bank?Nati-Trainer Murat Yakin weicht Xhaka-Frage aus

Wie angespannt ist das Verhältnis zwischen Murat Yakin und Granit Xhaka tatsächlich? Eine Aussage des Nati-Trainers lässt erneut aufhorchen. 

von
Lucas Werder
(aus Genf)
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Die ersten sieben Spiele unter Murat Yakin verpasste Granit Xhaka allesamt.

Die ersten sieben Spiele unter Murat Yakin verpasste Granit Xhaka allesamt.

Claudio Thoma/freshfocus
Für den neuen Nati-Trainer gibt es keine klare Hierarchie im zentralen Mittelfeld.

Für den neuen Nati-Trainer gibt es keine klare Hierarchie im zentralen Mittelfeld.

freshfocus
Granit Xhaka spielte die letzten beiden Spiele durch. Bekommt der Captain nun eine Pause?

Granit Xhaka spielte die letzten beiden Spiele durch. Bekommt der Captain nun eine Pause?

Daniela Frutiger/freshfocus

Darum gehts

Nach den beiden schlechten Auftritten gegen Tschechien (1:2) und Portugal (0:4) winkt der Nati am Donnerstagabend in Genf gegen Spanien die Chance zur Wiedergutmachung. Doch nicht nur die bescheidenen Auftritte der Nati sorgen für Gesprächsstoff, sondern auch die Beziehung zwischen Nati-Trainer Murat Yakin und seinem Captain Granit Xhaka.

Rückblick: Im letzten Herbst spielt die Nati unter dem neuen Coach eine starke WM-Quali, luchst Europameister Italien zweimal einen Punkt ab und schnappt sich am Ende als Gruppenerster das Ticket für Katar. Das alles ohne Captain Granit Xhaka, der wegen einer Corona-Infektion und einer Innenbandverletzung sämtliche Spiele verpasst.

Keine Hierarchie unter Yakin

Bei seiner Rückkehr im März wird Xhaka gefragt, ob er sich noch immer als Chef der Nati sehe. «Ich bin der Captain der Nationalmannschaft. Das hat sich bis heute nicht geändert», antwortet Xhaka. Spätestens seit dieser Länderspielpause drängt sich aber die Frage auf, ob das auch Murat Yakin so sieht.

Vor dem Spiel in Prag am letzten Donnerstag sprach der 47-Jährige davon, dass es im zentralen Mittelfeld keine klare Hierarchie gebe. Xhaka wiederum äusserte nach der 1:2-Pleite gegen Tschechien Kritik an seiner taktischen Aufstellung. Beide betonten hinterher aber, das zwischen ihnen alles in Ordnung sei. Xhakas Aussagen seien von den Medien falsch interpretiert worden, hiess es.

«Remo Freuler kommt in die Startelf»

Alles in Butter also? Nicht ganz, denn am Mittwoch verpasst es Murat Yakin, das Xhaka-Thema endgültig ad acta zu legen. «Wird Granit Xhaka spielen oder eine Pause bekommen?», wird der Nati-Trainer an der Medienkonferenz vor dem Spanien-Kracher gefragt. «Bis jetzt weiss ich, dass Remo Freuler sicher zurück in die Startelf kommt», antwortet Yakin.

Es ist erneut eine Aussage, die viel Interpretationsspielraum erlaubt. Nachdem Xhaka zweimal 90 Minuten durchgespielt hat, wäre es aus Yakins Sicht durchaus legitim, seinem Captain eine Pause zu gönnen. Oder er stellt Xhaka erneut in die Startelf. In beiden Fällen hätte der Nati-Trainer mit einer klaren Ansage dem 102-fachen Nationalspieler den Rücken stärken können. Yakin entschied sich aber dagegen.

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