Aktualisiert 18.06.2016 09:40

Schweiz-Frankreich in Lille

Nati will es wie Federer und Wawrinka machen

In Lille hat es die vergangenen Tage unaufhörlich geregnet. Um den Rasen zu schonen, muss die Schweizer Nationalmannschaft umdisponieren.

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A. Stäuble/E.Tedesco, Lille

Der Rasen wird für das Spiel geschont: ommunikationschef Marco von Ah im Interview. (Video: 20 Minuten)

Während sich die Schweizer Nationalmannschaft in Montpellier mehrheitlich bei sommerlichen Bedingungen vorbereitet, regnete es in den vergangenen Tagen in anderen Teilen Frankreichs stark. Auch in Lille, der Ort des dritten Gruppenspiels gegen Frankreich (Sonntag, 21 Uhr).

Die Nati unterwegs nach Lille:

Weil der Rasen im Stade Pierre Mauroy geschont werden muss, werden beide Teams ihr Abschlusstraining woanders absolvieren. «Am Samstag können wir das Abschlusstraining nicht im Stadion durchführen, weil der Rasen arg gelitten hat unter den bisherigen Spielen und jeweiligen Abschlusstrainings», sagt Kommunikationschef Marco von Ah.

Ein Szenario, auf welches sich der Schweizerische Fussballverband vorbereitet hat. Mit der Wahl des Trainingscamps an der Côte d'Azur, mit der Suche nach Alternativen für den Matchtag. «Wir wussten, dass solches Wetter herrschen kann und haben uns während Besuchen im Dezember und März umgeschaut.»

Bereits die EM-Partie Russland gegen die Slowakei (1:2) fand unter verschlossenem Dach statt. Weil schwere Regenfälle angesagt wurden, hatten die Organisatoren das Dach des Stade Pierre Mauroy geschlossen.

Wärmelampen und Indoor-Duell

Der SFV ist zufrieden mit der Alternative: «Es ist ein Stadion, welches rund sechs Minuten vom Stade Pierre Mauroy weg ist. Dort herrschen beinahe die besseren Verhältnisse. Im Stade Pierre Mauroy ist manchmal das Dach zu, die Sonne fehlt oder dann funktioniert die Lüftung nicht richtig», sagt von Ah weiter. Aus diesem Grund hat man eine grosse Anzahl von Wärmelampen aufgestellt, hat aber gesehen, dass diese zu schwer sind und das für den Rasen auch nicht gut ist. Weil am Spieltag beide Teams ausweichen, geht von Ah davon aus, dass sich das Terrain bis zum Spiel zumindest ein Stück weit erholen wird.

Es wäre das zweite Mal, dass es im Stade Pierre Mauroy zum Indoor-Duell Schweiz - Frankreich kommt. Beim ersten Mal Ende 2014 war der Ball gelb und die Stars der Schweizer hiessen Roger Federer und Stan Wawrinka. Die Fans aus der Heimat machten aus der 2012 eröffneten Arena ein Tollhaus und peitschten die Davis-Cup-Truppe zum Triumph.

Frankreich-Söldner Gelson Fernandes konnte bereits Indoor-Erfahrung im Pierre Maurouy, das 2012 eröffnet worden war, sammeln: «Wenn es nicht allzu warm wird, dann geht es. Aber die Stimmung ist toll.» Von Ah: «Die Spieler sind routiniert genug um mit dieser Situation umzugehen. Mit ihnen muss man jetzt nicht extra ins Stadion, um ihnen das Ambiente zu zeigen. Wir fahren am Sonntag ins Stadion und hoffen, dass wir uns so gut zurecht finden werden wie das Schweizer Daviscup-Team vor nicht allzu langer Zeit auch gegen Frankreich.»

So weit dürfte es am Sonntag aber nicht kommen. Am Spieltag soll es mehrheitlich trocken und das Dach offen bleiben.

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