Aktualisiert 06.04.2009 14:59

Finanzkrise

Nationalbank hilft Fed mit 40 Milliarden

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hilft der US- Notenbank Fed dabei, Banken mit Liquidität in Fremdwährungen zu versorgen. Die Fed kann bei Bedarf Schweizer Franken bis zu einem Betrag von 40 Milliarden Franken gegen Dollar beziehen.

Die SNB gab ihr Einverständnis zu einer neuen, zeitlich begrenzten Devisen-Swap-Vereinbarung mit der Fed, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Bereits besteht ein Abkommen, das der SNB den Bezug von Dollar gegen Franken ermöglicht. Beide Swap- Abkommen laufen bis zum 30. Oktober.

Gleichzeitig mit der SNB gaben auch die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die Bank of Japan entsprechende Abkommen bekannt. Damit würden der Fed Euro, Pfund und Yen zur Verfügung gestellt. Die Abkommen sind Teil der Bestrebungen, die globalen Finanzmärkte zu stabilisieren.

Ein Devisen-Swap ist ein Austausch von Währungen mit dem Ziel, kurzfristige Engpässe bei einer der beiden Währungen für einen begrenzten Zeitraum zu beheben. Konkret werden dabei zwei Währungen getauscht und später wieder zurückgegeben.

Die Zentralbank, die Fremdwährungen braucht, muss einen Abschlag akzeptieren, den die Gegenseite als Sicherheit für das Geschäft nimmt. Berücksichtigt wird auch die unterschiedliche Verzinsung der beteiligten Währungen. In der Schweiz liegt der Leitzins, der das Mass für diese Verzinsung ist, derzeit bei 0,25 Prozent. (sda)

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