Liste veröffentlicht: Nationalbank investiert in Facebook-Aktien
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Liste veröffentlichtNationalbank investiert in Facebook-Aktien

Die Nationalbank hat 70 Milliarden Franken in Firmen wie Apple und McDonald's investiert. Das zeigt eine in den USA publizierte Firmenliste. Bisher wurde diese geheim gehalten.

von
vro
70 Milliarden Franken hat die Schweizerische Nationalbank in Aktiengeschäfte investiert.

70 Milliarden Franken hat die Schweizerische Nationalbank in Aktiengeschäfte investiert.

Apple, Facebook, McDonald's und Harley Davidson - die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat 70 Milliarden Franken in rund 2500 Firmen investiert. Dazu zählen weltweit führende Grosskonzerne sowie kleinere, in der Schweiz kaum bekannte Unternehmen. Bisher wurde die Liste der Aktienanlagen von der SNB streng geheim gehalten, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» berichtet. Aufgrund des US-Börsengesetzes war sie jedoch dazu verpflichtet, ihre Investitionen preis zu geben. Auf der Website der US-Börsenaufsicht SEC findet sich deshalb eine Liste aller Firmen, in die die SNB das Schweizer Volksvermögen angelegt hat.

Das bringt Erstaunliches zu tage: So besitzt die Nationalbank etwa Aktien von fünf der sechs führenden Rüstungskonzernen, Ölkonzernen wie Exxon Mobil und Chevron, sowie vom Tabakriesen Philip Morris. In Apple hat die SNB 485 Millionen Dollar investiert, in Microsoft 329 Millionen Dollar. Die SNB-Aktien des Online-Geschenkunternehmens «1-800-Flowers» gehören mit 80'000 Dollar zu den eher bescheidenen Anlagen. Mit Facebook und Linkedin wurde ein Teil des Schweizer Volksvermögens im Social-Media-Bereich angelegt. Auch den Food-Sektor hat die Nationalbank abgedeckt mit Aktien von Weight Watchers und McDonald's.

Um falsche Signale an den Märkten zu vermeiden, investiert die Nationalbank in der Regel nur in ausländische Firmen. Welche das sind, wird stets geheim gehalten. Im Herbst 2012 wurde allerdings bekannt, dass die SNB zu den führenden Aktionären des finnischen Handyherstellers Nokia zählt. Gelüftet wurde dieses Geheimnis ebenfalls aufgrund der Offenlegungspflichten in Finnland.

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