Meta-Crash – Nationalbank macht wegen Facebook-Aktien 700 Millionen Dollar Verlust

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Meta-CrashNationalbank macht wegen Facebook-Aktien 700 Millionen Dollar Verlust

Die Schweizer Nationalbank hält eine grosse Menge an Aktien grosser US-Unternehmen. Mit dem Einsturz des Meta-Kurses verliert sie 700 Millionen Dollar am Börsenmarkt.

von
Reto Bollmann
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Die Schweizer Nationalbank (SNB) ist von den Meta-Kursverlusten betroffen

Die Schweizer Nationalbank (SNB) ist von den Meta-Kursverlusten betroffen

Tamedia/Urs Jaudas
Im September 2021 war die SNB im Besitz von 9,5 Millionen Meta-Aktien

Im September 2021 war die SNB im Besitz von 9,5 Millionen Meta-Aktien

REUTERS
Somit trägt die Nationalbank die aktuellen Verluste mit.

Somit trägt die Nationalbank die aktuellen Verluste mit.

Tamedia/Franziska Rothenbuehler

Darum gehts

Die Aktie des Facebook-Mutterkonzerns Meta verlor in den vergangenen Tagen massiv an Wert. Nachdem der Konzern seine mageren Quartalszahlen präsentiert hatte, die ein schwaches Wachstum bei den Nutzerzahlen sowie eine ebenso mittelmässige Umsatzprognose umfassten, stürzte die Aktie um 23 Prozent ab. Mitverantwortlich ist vor allem auch die Konkurrenz: Gründer und Chef Mark Zuckerberg verwies ausdrücklich auf die Video-App Tiktok: «Die Leute haben jede Menge Auswahl, wie sie ihre Zeit verbringen wollen – und Apps wie Tiktok wachsen sehr schnell», sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

SNB hält Anteile bei Meta – und Apple, Microsoft, Amazon und anderen

Der Kursverlust des US-amerikanischen Megakonzerns trifft auch die Schweizer Nationalbank. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, liegt der erlittene Verlust bei 700 Millionen Dollar (640 Millionen Franken) – angenommen ihre Anteile an Meta blieben seit September 2021 unverändert bei 9,5 Millionen Aktien. Damals war Meta die fünftgrösste Position unter den Aktien von US-Unternehmen, welche die SNB hielt. Die ersten vier Plätze besetzten Apple, Microsoft, Alphabet (Google) und Amazon. 

Mit dem Kauf grosser Mengen an Devisen (auf Fremdwährung lautende ausländische Zahlungsmittel) sorgt die Nationalbank dafür, dass der Schweizer Franken nicht zu stark wird. Etwas mehr als einen Fünftel ihrer Deviseneinlagen investiert die SNB dann in Aktien, wobei US-amerikanische Unternehmen einen beträchtlichen Teil davon ausmachen. Dementsprechend wirken sich Kursgewinne und -verluste immer auch auf die von der Nationalbank gehaltenen Anteile aus.

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