Nationalbank verkauft weitere 113 Tonnen Gold
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Nationalbank verkauft weitere 113 Tonnen Gold

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat weitere 113 Tonnen Gold verkauft. Damit hat sie sich schon fast von der Hälfte der im Juni zum Verkauf gestellten Goldbestände getrennt.

Bis Ende September 2009 will die SNB insgesamt 250 Tonnen Gold aus ihren Währungsreserven verkaufen und gleichzeitig ihre Devisenreserven entsprechend aufstocken. Anders als in früheren Jahren baut die Nationalbank also insgesamt keine Reserven ab.

Von 2000 bis 2005 hatte die SNB 1300 Tonnen Gold aus überschüssigen Währungsreserven verkauft. Der Erlös von 21 Mrd. Fr. wird nach langem politischen Ringen an den Bund und die Kantone ausbezahlt.

Goldpreis auf 28-Jahres-Hoch

Zum Erlös des jüngsten Goldverkaufs machte die SNB am Freitag keine Angaben. Sie dürfte kein schlechtes Geschäft gemacht haben, denn der Goldpreis hat ein 28-Jahres-Hoch erreicht.

Das gelbe Metall ist als Anlage-Alternative neu entdeckt worden, weil Investoren in den USA als Folge der lockerern Geldpolitik und steigenden Rohstoffpreisen Inflation befürchten. Hinzu kommen die Dollarschwäche und befürchtete weitere Folgen der Kreditkrise.

Nach Abschluss der Verkäufe wird die Nationalbank über einen Goldbestand von rund 1040 Tonnen Gold verfügen. Die Goldverkäufe erfolgen im Rahmen des zweiten Goldabkommens vom 8. März 2004, in dem die Zentralbanken des Euro-Systems mit der Schwedischen Reichsbank und der Schweizerischen Nationalbank vereinbarten, ihre Goldverkäufe über einen Zeitraum von fünf Jahren zu begrenzen.

Am 26. September endete das dritte Vertragsjahr dieses Abkommens. Das Abkommen legt fest, dass die jährlichen Verkäufe aller Unterzeichner 500 Tonnen nicht übersteigen dürfen.

(sda)

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