Aktualisiert 20.06.2013 08:09

Immobilienblase

Nationalbank zeigt Banken den Warnfinger

Die SNB rät den inlandorientierten Banken zu grosser Vorsicht im Hypothekargeschäft. Es gebe Anzeichen für eine Immobilienblase.

Es gebe Anzeichen, dass sich die Immobilienpreise auf einem nicht nachhaltig hohen Niveau befänden, heisst es.

Es gebe Anzeichen, dass sich die Immobilienpreise auf einem nicht nachhaltig hohen Niveau befänden, heisst es.

Sollten die Risiken auf den Schweizer Hypothekar- und Immobilienmärkten zunehmen, könnten weitere regulatorische Massnahmen nötig werden, schreibt die Schweizerische Nationalbank (SNB) in ihrem am Donnerstag publizierten Jahresbericht zur Finanzmarktstabilität. Die SNB werde regelmässig prüfen, ob der antizyklische Kapitalpuffer erhöht werden solle.

Auf Antrag der SNB hat der Bundesrat per 30. September einen antizyklischen Kapitalpuffer beschlossen, der von den Banken zusätzliche Eigenmittelhinterlegung für Hypotheken von 1 Prozent verlangt. Der Satz könnte auf bis zu 2,5 Prozent erhöht werden.

Immobilienpreise auf zu hohem Niveau

Die SNB rät den inlandorientierten Banken zu grosser Vorsicht im Hypothekargeschäft, sowohl bei der Kreditvergabe als auch bei der Beurteilung ihrer Risiken bei einem Anstieg des Zinsniveaus. Es gebe Anzeichen, dass sich die Immobilienpreise auf einem nicht nachhaltig hohen Niveau befänden, heisst es.

Die Inlandsbanken hätten ihre Kapitalisierung im Jahresvergleich zwar verbessert. Allerdings werden die ebenfalls steigenden Risiken auf dem Immobilienmarkt sowie die grossen Zinsrisiken nur teilweise vom regulatorischen Kapital aufgefangen, wie die SNB warnt.

Transparentere Risikobewertung

Bei den beiden Grossbanken anerkennen die Währungshüter Fortschritte bei der Kapitalstärke und empfehlen, dass die kommunizierten Pläne und Ziele vollständig umgesetzt werden. Vergangenes Jahr hatte die SNB insbesondere die Kapitalisierung der CS als ungenügend kritisiert.

Im vergangenen Jahr hätten nun Credit Suisse und UBS ihre risikogewichteten Kapitalquoten substantiell erhöht und seien nun im internationalen Vergleich gut aufgestellt, schreibt die SNB. Die Transparenz bei der Beurteilung der Risiken müsse aber verbessert werden.

(sda)

SNB hält an Nullzinspolitik fest

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bleibt wie erwartet bei der seit 2011 geltenden Nullzinspolitik.

Sie belässt das Zielband für den Leitzins bei 0 bis 0,25 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilte. Zudem hält sie am Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken fest.

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