Im Mai ist Schluss – Nationalrätin Regula Rytz tritt zurück

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Im Mai ist SchlussNationalrätin Regula Rytz tritt zurück

Die erfolgreichste grüne Politikerin der Schweiz verlässt den Nationalrat. Sie will mit 60 Jahren nochmals etwas Neues anfangen.

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Sass 30 Jahre «rund um die Uhr» in Parlamenten: Regula Rytz. (Archivbild)

Sass 30 Jahre «rund um die Uhr» in Parlamenten: Regula Rytz. (Archivbild)

PD/Parlamentsdienste
Das Parlament verwehrt Rytz am 11. Dezember 2019 die Wahl in den Bundesrat. (Archivbild)

Das Parlament verwehrt Rytz am 11. Dezember 2019 die Wahl in den Bundesrat. (Archivbild)

AFP/Fabrice Coffrini
Will mit 60 Jahren nochmals etwas Neues machen: Regula Rytz stellt sich als Präsidentin der Entwicklungsorganisation Helvetas zur Wahl.

Will mit 60 Jahren nochmals etwas Neues machen: Regula Rytz stellt sich als Präsidentin der Entwicklungsorganisation Helvetas zur Wahl.

AFP/Fabrice Coffrini

Darum gehts

  • Regula Rytz hat ihren Rücktritt aus dem Nationalrat angekündigt.

  • Sie will mit 60 Jahren nochmals etwas Neues anfangen, begründet die Grünen-Politikerin ihren Schritt.

  • Sie ist als neue Präsidentin der Entwicklungsorganisation Helvetas vorgesehen.

Im Mai ist Schluss: Regula Rytz, die erfolgreichste grüne Politikerin der Schweiz, gibt ihren Rücktritt aus dem Nationalrat bekannt. «Ich bin nun seit 30 Jahren rund um die Uhr in Parlamenten oder in einer Stadtregierung engagiert. Ich könnte noch lange mit Leidenschaft weitermachen», sagt sie gegenüber der «SonntagsZeitung». «Der Wunsch war aber grösser, mit 60 Jahren nochmals etwas Neues anzufangen.»

Rytz ist als neue Präsidentin der Entwicklungsorganisation Helvetas vorgesehen, zudem will sie sich selbständig machen und ein Beratungsbüro eröffnen. Und als Delegierte bei den europäischen Grünen möchte sie sich auch mehr um die Europapolitik kümmern.

Thema Bundesrat hat sich erledigt

Rytz führte 2019 als Präsidentin die Grünen zu einem historischen Wahlsieg. Sie verdoppelten ihren Wähleranteil auf 13,1 Prozent. Wenig später verwehrte ihr das Parlament jedoch den Wechsel in den Bundesrat.

Dieses Thema dürfte sich mit dem Rücktritt erledigt haben. «In der heutigen Situation kann ich es mir nicht vorstellen, nochmals für den Bundesrat zu kandidieren», sagt sie. Aber: «Die Grünen gehören in den Bundesrat. Man kann diese Realität nicht länger ignorieren», sagt sie der «SonntagsZeitung» weiter.

Rytz wurde mit 32 Jahren ins Berner Kantonsparlament gewählt und sass mit 43 in der Stadtregierung. 49-jährig wechselte sie 2011 in den Nationalrat und übernahm 2012 das Präsidium der Grünen.

Rytz’ Nachfolger im Grünen-Präsidium, Balthasar Glättli, bedauert auf Twitter den Rücktritt. Sie habe die Partei «über ein Jahrzehnt geprägt und sie an die Türe des Bundesratszimmers geführt». Er bedankt sich für ihr «unermüdliches Engagement».  

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(chk)

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