Obligatorische- und Zusatzversicherungen: Nationalrat: Krankenkassen nicht einschränken
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Obligatorische- und ZusatzversicherungenNationalrat: Krankenkassen nicht einschränken

Der Nationalrat will den Krankenkassen auch in Zukunft ein gemeinsames Angebot von obligatorischen Grundversicherungen und privaten Zusatzversicherungen ermöglichen.

Er hat am Montag eine parlamentarische Initiative der SP-Fraktion abgelehnt, die eine strikte Trennung dieser beiden Bereiche verlangte. Der Entscheid fiel mit 113 gegen 56 Stimmen.

Aus Sicht der Initianten ist das heutige System mit zwei Angebotslinien unter dem Dach einer einzigen Versicherung unter anderem deshalb nicht erwünscht, weil es zu einer Risikoselektion bei den Versicherten führen könne und die Gefahr der Verlagerung von obligatorischen Grundversicherungsleistungen in die - teurere - Zusatzversicherung berge.

Die bürgerlichen Gegner der Initiative verwiesen demgegenüber darauf, dass mit diesem Vorstoss einmal mehr die Schaffung einer Einheitskasse angestrebt werde, was vom Stimmvolk erst im März des vergangenen Jahres deutlich abgelehnt worden sei. (dapd)

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