«Ein starkes Europa»: NATO fordert mehr Militärausgaben
Aktualisiert

«Ein starkes Europa»NATO fordert mehr Militärausgaben

Für langfristige Beschaffungen und um in Europas Nachbarschaft für Sicherheit zu sorgen, sollen die EU-Staaten ihre Militärausgaben hochfahren, sagt der NATO-Generalsekretär.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen (links) mit dem britischen Premierminister David Cameron gestern an der Downing Street 10.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen (links) mit dem britischen Premierminister David Cameron gestern an der Downing Street 10.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat die EU-Regierungen zu höheren Verteidigungsausgaben nach der Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise aufgefordert. «Ein starkes Europa wird einen starken politischen Willen erfordern», sagte er am Donnerstag in Brüssel vor der Denkfabrik Carnegie Europe.

Dieser politische Wille sei für höhere Verteidigungsausgaben nach der Krise, für langfristige Beschaffungsvorhaben und für die Übernahme von mehr Sicherheitsverantwortung in Europas Nachbarschaft nötig.

Rasmussen sagte, die NATO prüfe einen Wunsch Libyens, beratend beim Aufbau von Streitkräften mitzuwirken. «Und ich glaube, dass auch andere Länder in der Region von der Erfahrung und der Expertise der NATO profitieren könnten.»

Im Kosovo und in Afghanistan habe die NATO das schon erfolgreich getan. Das Bündnis sei «besonders geeignet, Ländern bei der Organisation schwieriger politischer Veränderungen zu helfen». (sda)

Deine Meinung