NATO heisst Kroatien und Albanien willkommen
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NATO heisst Kroatien und Albanien willkommen

Nach der grossen Osterweiterung vor vier Jahren will die NATO bald zwei Länder des westlichen Balkans aufnehmen. Kroatien und Albanien erhielten auf dem NATO-Gipfel in Bukarest die Aufforderung zu förmlichen Verhandlungen darüber.

Diese können bis zu anderthalb Jahre dauern. Die westliche Militärallianz wächst damit auf 28 Staaten an. Grundsätzlich steht die NATO allen europäischen Ländern offen, die ihre Prinzipien erfüllen.

Die Militärallianz wurde 1949 von den USA, Kanada und zehn westeuropäischen Staaten als Bollwerk gegen die Sowjetunion gegründet. Sie hat die Sicherheit und Freiheit ihrer Mitglieder zum Ziel.

Nach dem Zerfall des Ostblocks traten als erste osteuropäische Länder 1999 die Tschechische Republik, Polen und Ungarn bei. Mit der Aufnahme von Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, der Slowakei und Slowenien 2004 dehnte sich die NATO weiter nach Osten aus.

Mitglieder sind ausserdem die EU-Länder Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Spanien sowie die Nicht-EU- Länder Norwegen, Island und die Türkei.

Die ehemalige jugoslawische Republiken Kroatien will bis 2015 zwei Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Armee investieren und diese auf 16 000 Mann verringern. Die Wehrpflicht ist ab diesem Jahr abgeschafft. Die kroatische Armee kämpfte von 1991 bis 1995 gegen Serbien um die Unabhängigkeit des Landes.

Albanien wurde vier Jahrzehnte lang von dem stalinistischen Diktator Enver Hodscha beherrscht. Das Land überwarf sich zwar mit der Sowjetunion und China, bezog aber trotzdem seine Waffen von den beiden grössten kommunistischen Ländern. Albanien hat eine 14 500 Mann starke Armee, ab 2010 soll sie eine reine Berufsarmee sein. (dapd)

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