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RusslandNato reagiert auf Putins Atomraketen

Wladimir Putin hat angekündigt, mehr Raketen mit Atomsprengköpfen auszustatten. Die Nato will ihre Präsenz im Baltikum erhöhen.

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isa/mh/dpa
Bei einer Militärparade hat Putin bekannt gegeben, russische Interkontinentalraketen mit atomaren Sprengköpfen zu versehen.

Bei einer Militärparade hat Putin bekannt gegeben, russische Interkontinentalraketen mit atomaren Sprengköpfen zu versehen.

«Nukleares Säbelrasseln»: Die Spannung zwischen Russland und dem Westen nehmen zu. Kremlchef Wladimir Putin hat angekündigt, das russische Arsenal an Interkontinentalraketen auszubauen, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können. So reagiert er auf Sanktionsdrohungen der G7-Staaten.

Allein in diesem Jahr sollten die Streitkräfte mindestens 40 neue Raketen erhalten, sagte der Präsident bei einer Militär-Ausstellung in der Nähe Moskaus. Sie würden in der Lage sein, «selbst die technisch fortgeschrittensten Abwehrsysteme zu überwinden», meinte Putin. Zudem bekräftigte er das Ziel, die Waffen des russischen Militärs bis 2020 zu einem Großteil zu modernisieren.

Nato kündigt Antwort an

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die russische Nuklear-Aufrüstung kritisiert. «Das nukleare Säbelrasseln Russlands ist ungerechtfertigt, destabilisierend, und es ist gefährlich», sagte Stoltenberg nach einem Besuch bei EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

«Wir antworten», sagte Stoltenberg mit Blick auf die Rolle der westlichen Militärallianz. Die Nato erhöhe ihre Präsenz im östlichen Teil des Bündnisgebietes. Das betrifft nach früheren Angaben beispielsweise die baltischen Staaten.

Alle Parteien rüsten auf

Der Ukraine-Konflikt belastet das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen schwer. Russland kritisiert eine zunehmende Präsenz der Nato in Osteuropa. Erst am Wochenende waren US-Pläne bekannt geworden, schwere Kriegstechnik in osteuropäischen Nato-Staaten zu stationieren. Die USA und die Nato werfen Russland ihrerseits vor, mit Manövern den Konflikt anzuheizen sowie prorussische Separatisten im Kriegsgebiet Ostukraine zu unterstützen.

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