Abfangmanöver über dem Nordatlantik: Nato sichtet ungewöhnlich viele russische Militärflugzeuge
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Abfangmanöver über dem NordatlantikNato sichtet ungewöhnlich viele russische Militärflugzeuge

Bei Abfangmanövern über dem Nordatlantik sowie dem Schwarzen Meer und der Nord- und Ostsee sind innerhalb von wenigen Stunden sechs unterschiedliche Gruppen mit Bombern und Kampfjets aus Russland identifiziert worden. Dies teilte die Nato mit.

Russische Tu-160 beim Start eines Ch-55-Marschflugkörpers am 20. November 2015 während des Einsatzes in Syrien. (Symbolbild)

Russische Tu-160 beim Start eines Ch-55-Marschflugkörpers am 20. November 2015 während des Einsatzes in Syrien. (Symbolbild)

Wikipedia/Ministère de la Défense russe/CC BY 4.0

Nahe dem Bündnisgebiet der Nato sind nach Angaben von Militärs Anfang der Woche ungewöhnlich viele russische Militärflugzeuge aufgetaucht. Bei Abfangmanövern über dem Nordatlantik sowie dem Schwarzen Meer und der Nord- und Ostsee seien am Montag innerhalb von weniger als sechs Stunden sechs unterschiedliche Gruppen mit Bombern und Kampfjets aus Russland identifiziert worden, teilte die Nato am Dienstag mit. Dies sei ein aussergewöhnlicher Spitzenwert gewesen.

Unter den identifizierten russischen Flugzeugen waren nach Bündnisangaben Überschallbomber vom Typ Tupolew Tu-160 Blackjack sowie Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-95. Die Abfangmanöver seien von Piloten aus Norwegen, Grossbritannien und Belgien sowie aus der Türkei, Rumänien, Bulgarien und Italien geflogen worden, hiess es.

Kampfflugzeuge aus Nato-Staaten fliegen jährlich hunderte Einsätze zur Identifizierung und Überwachung russischer Flugzeuge, die im internationalen Luftraum unterwegs sind. Bei den sogenannten Alarmstarts müssen die Piloten mit ihren Jagdflugzeugen innerhalb von wenigen Minuten in der Luft sein, um zum Beispiel durch Sichtkontakt festzustellen, ob von einem verdächtigen Luftfahrzeug eine Gefahr ausgeht. Notfalls könnte dieses dann mit Gewalt aufgehalten werden.

(DPA/kat)

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