Natrium im Sack: Schüler fing Feuer
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Natrium im Sack: Schüler fing Feuer

Nach einem Experiment im Unterricht hat ein Realschüler plötzlich Feuer gefangen. Lehrer und Mitschüler konnten in der Toilette seine brennenden Kleider löschen.

Es geschah gestern Vormittag im Chemieunterricht: Die Schüler der dritten Realklasse im Amriswiler Schulhaus Egelmoos lernten die Herstellung von Laugen. Dabei kam auch Natrium zum Einsatz.

Aus noch nicht geklärten Gründen wickelte ein 16-Jähriger ein Stück Natrium in einen feuchten Lappen ein und steckte ihn in seine Hosentasche. Das Natrium entzündete sich dann auf Grund einer chemischen Reaktion – die Hose des Schülers brannte lichterloh. «Die Flammen waren rund einen halben Meter hoch», sagte Kapo-Sprecher Andreas Notter.

Mitschülern und Lehrern gelang es, die brennenden Kleider in der Toilette zu löschen. Der 16-Jährige zog sich an Oberschenkel und Gesäss Verbrennungen dritten Grades zu und musste ins Kantonsspital Münsterlingen gebracht werden.

Warum der 16-Jährige das Natrium in die Tasche steckte, ist noch unklar. Klassenkameraden vermuteten, dass er es heimlich mitnehmen wollte. Das sei schon öfters passiert.

(mac/feb)

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