Diego Benaglio: «Natürlich glaube ich an den Titel»
Aktualisiert

Diego Benaglio«Natürlich glaube ich an den Titel»

Goalie Diego Benaglio ist zuversichtlich, dass der VfL Wolfsburg am Samstag erstmals in der Klubgeschichte die Meisterschale holen wird.

von
Andy Huber

Diego Benaglio, Sie wollen nicht vom Titel sprechen. Aber Hand aufs Herz: Sie glauben doch auch daran, dass Wolfsburg den gros­sen Coup schafft.

Natürlich glaube ich an den Titel. Trotzdem sind wir uns bewusst, dass noch alles passieren kann.

Was kann denn noch schiefgehen?

Wir haben mit Werder Bremen ein schwieriges Spiel vor uns. Bei einer Niederlage sind wir auf das Ergebnis der Partie Bayern gegen Stuttgart angewiesen.

Für Werder geht es eigentlich um nichts mehr.

Das sehe ich anders. Die Bremer müssen schauen, dass sie für den Pokalfinal am Pfingstsamstag im Rhythmus bleiben. Und da sie den Uefa­Cup-Final verloren haben, können wir nicht damit rechnen, dass sie das Spiel gegen uns nicht ernst nehmen.

Hatten Sie zuletzt Kontakt mit Ihrem Nati-Kumpel und Stuttgart-Verteidiger Ludovic Magnin?

Nein. Das hätte auch keinen Sinn gemacht. Ich kann ihn ja nicht anrufen und ihm viel Glück wünschen – das wäre nicht ehrlich. Wir sind Profis und in solch einem entscheidenden Moment hört die Freundschaft auf.

Wird Ihre Familie nach Wolfsburg kommen?

Meine Eltern und mein Bruder kommen nach Wolfsburg. Das ist wichtig für mich. Sie unterstützen mich, wo immer es geht. Hoffentlich können wir am Samstag zusammen feiern.

Was würden Sie sich oder Ihrer Verlobten Nadin mit der Meisterprämie gönnen?

Darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn es so weit ist. Sicher wäre es etwas, was uns an diesen speziellen Moment erinnert.

Wissen Sie schon, wohin es danach in die Ferien geht?

An einen warmen, sonnigen und vor allem ruhigen Ort. In letzter Zeit überstürzten sich die Ereignisse.

Es gibt Wechselgerüchte um Sie – Bayern München soll an Ihnen interessiert sein.

Ich werde ständig mit solchen Spekulationen konfrontiert. Mit mir hat jedoch niemand Kontakt aufgenommen. Und es gibt eigentlich keinen Grund für mich, Wolfsburg zu verlassen.

Hat es einen Einfluss auf Ihren weiteren Werdegang, dass Ihr Trainer Felix Magath zu Schalke wechselt?

Ich bin ihm wie vielen anderen dankbar, dass er mich gefördert hat – wie schon früher in Stuttgart. Sein Abgang hat keinen direkten Einfluss auf meine Zukunft. Aber wer weiss, vielleicht sieht man sich ein drittes Mal wieder.

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