Stevia: Natürlicher Süssstoff in Schweizer Getränk
Aktualisiert

SteviaNatürlicher Süssstoff in Schweizer Getränk

In der Schweiz ist das aus der Stevia-Pflanze gewonnene Süssmittel bereits in Drogerien erhältlich. Jetzt will eine Freiburger Firma ein Apfelsaftgetränk mit Stevia anbieten.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat einem Freiburger Getränke-Produzenten die Verwendung des Zuckerersatzstoff es erlaubt.

So manche Stevia-Liebhaber halten die ursprünglich aus Paraguay stammende Pflanze auf dem Balkon oder im Haus, um dann deren Blättchen als Zuckerersatz in den Tee zu mischen. Der Vorteil dabei: Stevia ist süsser als Zucker, hat aber keine Kalorien.

Schwieriger ist es beim Stevia-Extrakt. Bisher hat sich die Schweiz an der EU-Politik orientiert. Diese hat den Stevia-Handel und -Besitz wegen des fehlenden Nachweises der Unbedenklichkeit verboten.

In der Schweiz hat sich die Situation nun gelockert. Ende August erteilte das BAG einer Freiburger Firma die Bewilligung für die Produktion seines mit Stevia gesüssten Sportgetränks «Superschorle».

Das BAG bewillige die Nutzung von Stevia-Extrakt auf Gesuch hin und lasse Stevia mit Beschränkungen zu, bestätigte das Bundesamt einen Bericht der Zeitung «Der Bund». Es müsse allerdings «eine Notwendigkeit für die Nutzung des Zusatzstoffes vorliegen».

Grund für die Schweizer Praxisänderung: Der Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (JECFA) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe neue Untersuchungsergebnisse vorgelegt.

(sda)

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