Bau in Schutzzone: Naturfreunde spucken in Vettels Pool
Aktualisiert

Bau in SchutzzoneNaturfreunde spucken in Vettels Pool

Kemmental TG hat dem Landtausch für ein Schwimmbecken und einen Tennisplatz für Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel zugestimmt. Landschaftsschützer akzeptieren das nicht.

Seilziehen um einen Tennisplatz und einen Swimmingpool. Blick auf das Haus von Sebastian Vettel am 24. November 2010 in Ellighausen, Kemmental.

Seilziehen um einen Tennisplatz und einen Swimmingpool. Blick auf das Haus von Sebastian Vettel am 24. November 2010 in Ellighausen, Kemmental.

Geht es nach den Stimmbürgern von Kemmental im Thurgau, darf Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel neben seinem Haus einen Tennisplatz und einen Swimmingpool bauen. Der WWF und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz wehren sich jetzt beim Kanton dagegen.

Für den Tennisplatz und das Schwimmbecken müssen 918 Quadratmeter Land von der Landschaftsschutzzone der sogenannten Sonderbauzone für Freizeitanlagen zugeschieden werden. Im Gegenzug setzte die Gemeinde 1500 Quadratmeter Bauland zurück und von Vettels übrigem Bauland gingen 232 Quadratmeter in die Landschaftsschutzzone über.

Nachdem der Gemeinderat Einsprachen des WWF und der Stiftung Landschaftsschutz abgelehnt hatte, legte er die Zonenplanänderung Ende November der Gemeindeversammlung vor. Diese sagte mit grosser Mehrheit Ja zur Zonenplanänderung. Jetzt haben WWF und Stiftung Landschaftsschutz beschlossen, ihre Einsprachen weiterzuziehen. Nächste Instanz ist das Baudepartement des Kantons Thurgau. Es hatte in einer Vorprüfung die Ampel schon einmal auf Grün gestellt. (sda)

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