Uri Rotstock UR: Naturpark: Dritte Gemeinde lehnt Vorhaben ab
Aktualisiert

Uri Rotstock URNaturpark: Dritte Gemeinde lehnt Vorhaben ab

Um den Uri Rotstock wird es keinen zusammenhängenden Naturpark geben. Dies steht nach dem Nein der Gemeinde Bauen fest. Die Initianten hoffen aber, dass sich die Idee eines Naturparkes Urschweiz in kleinerem Ausmass trotzdem realisieren lässt.

Nach Gurtnellen und Isenthal hat am Montagabend auch Bauen als dritte Urner Gemeinde Nein zum Projekt gesagt, und zwar mit 52 zu 17 Stimmen. Hinter dem Naturpark steht bislang einzig Seedorf.

Ursprünglich war ein Naturpark über drei Kantone (Uri, Nidwalden und Obwalden) geplant. Nachdem Engelberg OW sich bereits 2009 aus dem Vorhaben verabschiedete, blieben noch zwölf Gemeinden in Uri und Nidwalden mit einer Fläche von 570 Quadratmetern.

Bis am 10. Dezember werden in Uri Erstfeld, Seelisberg, Attinghausen und Wassen sowie am Sonntag in Nidwalden Beckenried, Emmetten, Oberdorf und Wolfenschiessen über das Vorhaben befinden. Dieses kommt zustande, wenn es über eine zusammenhängende Fläche von mindestens 100 Quadratkilometern verfügt.

Weil Isenthal und Bauen nicht mitmachen, ist ein zusammenhängender grosser Naturpark nicht mehr möglich. Trotzdem zeigte sich Paul Achermann, Präsident des Trägervereins, am Dienstag auf Anfrage optimistisch.

In Uri lasse sich noch immer ein Park realisieren, gleiches gelte für die vier Nidwaldner Gemeinden zusammen mit Seelisberg. Offen ist gemäss Achermann, ob ein Verbund mit zwei getrennten Parkflächen möglich ist.

Wieso die Opposition so stark ist, kann Achermann sich nicht erklären. Es gebe in der Schweiz kein einziges negatives Beispiel eines Naturparks. (sda)

Deine Meinung