AKW-Camp: Nause wirft das Handtuch – Schüler streiken
Aktualisiert

AKW-CampNause wirft das Handtuch – Schüler streiken

Jugendliche rufen zum Streik gegen das AKW Mühleberg auf. Derweil wird das Protest-Camp zur Chefsache: Stadtpräsident Alexander Tschäppät übernimmt das Zepter.

von
Simone Hubacher
Stein des Anstosses im Zwist zwischen Stadtregierung und Campierern: Die 20 Zelte. Foto: simone hubacher

Stein des Anstosses im Zwist zwischen Stadtregierung und Campierern: Die 20 Zelte. Foto: simone hubacher

kannt, dass Berner Schüler planen, am 24. Mai zu streiken, um für die Stilllegung von Mühleberg auf die Strasse zu gehen», sagt Ueli Dürst von der kantonalen Erziehungsdirektion. «Mehr können wir dazu noch nicht sagen.» Kenntnis davon hat auch die Schulkommission Breitenrain-Lorraine: «Unserer Ansicht nach sollte es für die ganze Stadt eine einheitliche Empfehlung geben, wie die Schulen mit allfälligen Absenzen umgehen sollen», sagt Co-Präsidentin Michaela Korell. Auf Facebook haben sich über 550 Personen zum Streik angemeldet. Der Aufruf kommt aus dem Umkreis der Protest-Campierer; der Flyer liegt am Viktoriaplatz auf.

Das Protest-Camp war gestern Thema an der Gemeinderatssitzung, nachdem Sicherheitsdirektor Reto Nause sein Verhandlungsmandat niedergelegt hatte. Er suche nun das Gespräch mit den Campierern, so Stapi Tschäppät. Eines sei klar: «Die Zelte müssen weg.» Das Angebot der Stadtregierung, eine Mahnwache zu tolerieren, sei schon grosszügig genug.

Für die Aktivisten kommt ein Abbau der Zelte nicht in Frage. «Der Rückhalt in der ­Bevölkerung ist nach wie vor gross», so eine Aktivistin. Dem widerspricht Leist-Bern-Nord-Präsident Rolf Siegfried: «Ein grosser Teil der Anwohner hat langsam genug vom illegalen Campieren.»

«Ein grosser Teil der Anwohner hat langsam genug vom illegalen Campieren.»

Rolf Siegfried, Präsident Leist Bern-Nord.

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